Formel 1

Inhalt

Grand Prix der USA 2015

Wurz: „Rosberg hat Satzball in Ungarn vergeben“

Ex-Formel-1-Pilot Alexander Wurz analysiert das Mercedes-WM-Duell, Knackpunkt Hungaroring? Zudem spricht er über die Unwetter in Austin.

42 zu elf Siege, allein in dieser Saison steht es in diesem Vergleich neun zu drei: Lewis Hamilton behält in der Statistik des Mercedes-Duells klar die Oberhand und deklassiert Nico Rosberg. Der 30-jährige Deutsche hat gegen seinen gleichaltrigen Teamkollegen kein Rezept im Kampf um den Titel in der Formel 1 gefunden - auch nicht im zweiten Jahr der Rivalität. GPDA-Vorsitzender Alexander Wurz beschreibt anhand einer Rennszene, wie es beim Deutschen innerlich aussieht.

"Nico hat in diesem Jahr auch auf technischer Seite mehr Pech gehabt", schickt der Österreicher im Gespräch mit Sky Deutschland voraus. Für den WEC-Piloten hat es eine Schlüsselszene in dieser Saison gegeben: in Budapest. "Da hat er uns mit seinem Funkspruch Einblick in seine Denkweise gegeben, indem er gefragt hat, auf welchen Reifen Lewis unterwegs ist." Wurz schildert weiter, dass er die gleiche Reifenmischung (die härtere) wie sein Teamkollege für den nächsten Boxenstopp bestellt hatte, was sich allerdings als falscher Schachzug erweisen sollte, da die Konkurrenz auf dem weicheren Reifen schneller unterwegs war.

"Er hat sich dann aber den harten Reifen abgeholt und so einen Satzball abgegeben, Lewis war am Schluss vor ihm. Das ist nur ein Beispiel für die diesjährige Saison, wo es einfach nicht ganz so gut gelaufen ist. Er hat sich vielleicht zu sehr auf Hamilton fixiert, als dieser auf einer richtig guten Welle war. Dann war er einfach nicht zu schlagen", analysiert der ORF-Experte.

Vor dem Grand Prix der USA in Austin sind die Positionen in der Weltmeisterschaft klar bezogen, Hamilton führt überlegen vor Sebastian Vettel, Rosberg folgt auf Rang drei mit bereits 73 Zählern Rückstand. Sollte es am Sonntag ebenfalls regnen, dann erwartet Wurz eine "Lotterie", wo vieles passieren kann. Trotzdem ist auch er überzeugt: "Im Grunde wird er (Hamilton; Erg. d. Red.) den Sack zumachen. Er wird dann der erste Brite sein, der seinen Titel verteidigt hat. Das ist ja auch eine Leistung, eine Glanzsaison von Hamilton bisher. An dem Glanz wird sich in Austin nichts ändern, auch wenn es regnet."

Der Sprecher der Fahrervereinigung (GPDA) befürwortet die Entscheidung der Rennleitung, das zweite Freie Training am Freitag abgesagt zu haben. Er erzählt, dass bei dem Langstrecken-Rennen der WEC im Vorjahr auf dem Circuit of The Americas etwas Ähnliches passiert sei: "Wir hatten hier im Vorjahr bei der WEC auch so ein starkes Unwetter. Hier gibt es ein lokales Gesetzt, das besagt, dass wenn in der Umgebung ein Blitz einschlägt, die Streckenposten nicht auf ihren Posten stehen dürfen."

"Sie müssen zurückgebracht werden, was ewig lange dauert bis sie wieder auf der Strecke aufgestellt sind - bis um die 20 Minuten." Aber auch ohne diese Regelung wäre an eine Durchführung des Trainings nicht zu denken gewesen, da die Sicht auf der Strecke nicht vorhanden war, erklärt der Toyota-Pilot.

Drucken
Massa: „Q2 war schon viel zu gefährlich“ Massa: „Q2 war schon viel zu gefährlich“ Rennsonntag kann wie geplant stattfinden Rennsonntag kann wie geplant stattfinden

Ähnliche Themen:

07.09.2015
GP von Italien

Mercedes-Motorsportchef Wolff erklärt im Detail, wie es bei der Luftdruckmessung zu Diskrepanzen kam, und fordert neue Messstandards.

22.04.2014
GP von China

Top waren Lewis Hamilton und Mercedes, Fernando Alonso und Daniel Ricciardo. Flops lieferten Kimi Räikkönen, Pastor Maldonado und Williams.

20.11.2013
USA: Tops & Flops

Ein USA-GP als Schlaftablette. Undankbare Österreicher, die sich zu wenig freuen. Tops: RBR/Vettel, Grosjean, Bottas & „Hulk“. Flops: Webber, Ferrari,...

Grand Prix der USA 2015

+ Nachberichte

Sonntag

+ Samstag

+ Freitag

+ Vorberichte

Heißer Vorgeschmack Für den Kundensport: BMW M4 GT3

Ab der 2022 erhalten Privatteams aus aller Welt Gelegenheit, im BMW M4 GT3 auf Basis der nächsten Generation des BMW M4 um Titel zu kämpfen.

Planai-Classic 2020 52 Starter bei der Planai-Classic 2020

Autofahren wie einst, als von E-Autos noch keine Rede war: Mit 52 Startern treten so viele Oldtimer wie noch nie zur kommenden Planai-Classic an.

WEC: News Hypersport-Autos: Hersteller am Limit

Schon ab September soll in der WEC das neue Hypersport-Reglement gelten, doch sowohl Aston Martin als auch Toyota sind spät dran.

Auf dem Sprung Triumph Tiger 900: Modellpflege 2020

Die Triumph Tiger 900 kommt 2020 mit einem neuen 900er-Triple-Motor, erweiterter Serienausstattung und weiter optimiertem Fahrverhalten.