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Grand Prix von Großbritannien 2015

Rosberg hat die Nase deutlich vorne

Auch am Nachmittag war Nico Rosberg der schnellere der beiden Mercedes-Piloten – Lewis Hamilton wurde hinter den beiden Ferrari Vierter…

Trotz eines Getriebewechsels am Morgen konnte Nico Rosberg seinen Aufwärtstrend am Freitag beim Grand Prix von Großbritannien in Silverstone fortsetzen. Der Mercedes-Pilot sicherte sich in 1:34.155 Minuten die Tagesbestzeit, 0,189 Sekunden vor Teamkollege Lewis Hamilton, der sich jedoch am Nachmittag nicht mehr steigerte. In der zweiten Session belegte der Lokalmatador nur den vierten Platz.

Hamilton klingt zweckoptimistisch, wenn er sagt, sein Tag sei "okay" verlaufen, aber auch Niki Lauda macht sich keine Sorgen: "Lewis sucht noch nach seinem Setup. Das macht er öfter. Ich glaube nicht, dass er verloren ist." Aber der Mercedes-Boss räumt ein: "Nico wird immer stärker, das ist eindeutig zu sehen. Bei ihm läuft alles. Aber bei Lewis läuft's manchmal nur am Freitag nicht - am Samstag packt er dann wieder sein ganzes Talent aus."

Rosberg gelang schon am Morgen ein psychologisch wichtiger Teilerfolg, als er trotz eines Getriebewechsels und viel verlorener Fahrzeit gleich zweimal schneller fahren konnte als Hamilton. Am Nachmittag klagte er zuerst über Probleme beim Hochschalten, später schienen ihm auch die Temperaturen Kopfzerbrechen zu bereiten. Trotzdem schaffte sein Silberpfeil heute insgesamt 46 Runden und damit nur um drei weniger als der von Hamilton.

Die große Überraschung bei den abschließenden Longruns, am Freitag eigentlich viel aussagekräftiger als die absoluten Bestzeiten, war Toro Rosso. Rosberg erzielte in dieser Wertung ebenfalls Platz eins (1:38.0 Minuten), war aber nur um zwei Zehntelsekunden schneller als Max Verstappen (7./+1,145) und Carlos Sainz (9./+1,514). Auch Ferrari und das Schwesternteam Red Bull konnten mit Benzin an Bord annähernd auf diesem Zeitenniveau fahren.

"Wir sind beide in den Top 6, wir sehen ganz gut aus", sagt Daniel Ricciardo (6./+0,998), heute um 0,144 Sekunden langsamer als Red-Bull-Teamkollege Daniil Kwjat. Schwierig einzuschätzen ist das Potenzial von Ferrari, denn Sebastian Vettel (+0,367) war relativ unauffällig unterwegs. Dass er am Ende starker Vierter wurde, wäre fast unbemerkt geblieben. Noch um zwei Hundertstelsekunden schneller als der Deutsche war Kimi Räikkönen im zweiten Ferrari.

Nico Hülkenberg lieferte im Force India mit den neuen "Nasenlöchern" eine solide Vorstellung ab und belegte am Ende der drei Stunden mit 1,232 Sekunden Rückstand den achten Platz. Teamintern war er damit klar Schnellster, absolut hätte man sich vom B-Modell des in Silverstone beheimateten Rennstalls aber etwas mehr versprochen. Und auch Geheimtipp Williams konnte (noch?) nicht begeistern: Felipe Massa (+1,992) Zehnter, Valtteri Bottas (+2,028) Zwölfter.

Für die unterhaltsamsten Szenen der Session sorgte Romain Grosjean (14./+2,573): Zuerst blieb der Lotus-Pilot im Kiesbett bei Luffield stecken, womit er die erste rote Flagge verursachte. Später verdiente er sich den Respekt seiner Crew, als er beim Putzen des zurückgebrachten Fahrzeugs selbst anpackte. An der gleichen Stelle leistete sich übrigens auch Fernando Alonso (15./McLaren/+2,576) einen Ausritt - der machte es aber besser und konnte unter Applaus der Fans weiterfahren.

Eine zweite rote Flagge, ebenfalls bei Luffield, löste Roberto Merhi (23./Manor-Marussia/+5,732) aus. Er konnte dann zwar weiterfahren, aber da hatte Rennleiter Charlie Whiting den Knopf schon gedrückt. Susie Wolff (+3,087), für Williams nur am Vormittag im Einsatz, wurde am Ende 18. Und Jenson Button (+3,041) wird Silverstone wohl auch im 16. Anlauf nicht gewinnen: "Das Auto fährt sich schrecklich", so der 17. des Freitagstrainings.

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