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Grand Prix von Malaysia 2015

Marko: "Sport wird überreguliert"

Zwar noch keine Matura, aber die Formel-1-Reifeprüfung haben die Toro-Rosso-Piloten bestanden - Marko ist mit dem neuen Lizenzsystem nicht einverstanden.

Max Verstappen und Carlos Sainz wissen trotz ihres jungen Alters zu begeistern. Verstappen war am vergangenen Sonntag in Malaysia mit seinem siebten Platz der jüngste Formel-1-Pilot aller Zeiten in den Punkten. Der 17-Jährige hat den Kritikern Paroli geboten, die ihm aufgrund seines jungen Alters die nötige Reife für die Formel 1 abgesprochen haben. Auch sein Teamkollege Carlos Sainz kam in seinen ersten beiden Grands Prix jeweils in die Punkte.

"Man war den jungen Fahrern gegenüber sehr skeptisch", hat RB-Motorsportberater und Verantwortlicher für den Nachwuchskader, Helmut Marko, die Misstöne noch gut im Ohr. Doch der Österreicher ist begeistert: "Wie Verstappen im Regen-Qualifying das Auto durch die Gegend gewuchtet hat, sensationell. Keine Frage, er ist reif für das Geschäft", urteilt er bei ServusTV.

Umso trauriger stimmt es ihn, dass die Formel 1 im kommenden Jahr eine Regel einführen will, die "unerfolgreiche" Fahrer mittels eines Punktesystems schon vor dem Erhalt der Superlizenz aussieben will. Denn wäre das System schon in dieser Saison eingeführt worden, dann hätten weder Verstappen noch Sainz eine Lizenz für die Königsklasse erhalten - obwohl sie ihre Reife bislang durchaus beweisen haben.

Sainz hat durch den Titel in der Formel Renault 3.5 30 Punkte eingestrichen, zusammen mit dem fünften Platz in der Formel-3-Europameisterschaft 2012 kommt er auf 38 Zähler - zu wenig für die 40-Punkte-Hürde. Verstappen hat durch Rang drei in der Formel-3-EM gar nur 20 Zähler auf sein Konto bugsieren können und wäre noch ein ganzes Stück weg von der Königsklasse, weswegen Marko keinen Gefallen am System findet.

"Ich finde, der Sport wird überreguliert", unterstreicht er. "Wenn einer 17 ist, aber die Reife eines 22-Jährigen hat und so ein außergewöhnliches Talent und Können besitzt, dann muss man über dieses junge Alter einfach hinwegsehen." Zumal Red Bull alles getan habe, um Verstappen den Einstieg zu erleichtern: "Wir haben im Simulator getestet, wir haben ihn in einem zwei Jahre alten Formel-1-Auto fahren lassen, wir haben ihn mit einem Renault 3.5 fahren lassen. Und er hat überall sofort das Auto beherrscht und war sofort wettbewerbsfähig", sagt Marko.

Auch Altmeister Jackie Stewart steht der neuen Jugend nicht ablehnend gegenüber. Er hat in Australien mit beiden Toro-Rosso-Piloten gesprochen und war von ihrem Auftreten wirklich beeindruckt: "Beide sind cool, ruhig und gelassen. Es war für sie keine große Sache", sagt er bei talkSPORT. "Sie sind mit einem starken Geist und einer natürlichen Fähigkeit in die Formel 1 gekommen."

Der Schotte ist nicht überrascht, dass die Jungspunde keine Eingewöhnungsschwierigkeiten haben - immerhin seien sie lange Zeit im Kart unterwegs gewesen und haben viele Situationen erlebt. "Wenn man in die Formel 1 kommt, ist es eine große Sache, aber sie sind in vielen Bereichen so gut vorbereitet", sagt er.

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