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Grand Prix der USA

RBR-Duo im letzten Training vorne weg

Während die Silberpfeile sich im Abschlusstraining zurückhielten, fuhren Max Verstappen und Daniel Ricciardo an die Spitze – Ferrari kämpft mit Problemen.

Max Verstappen sicherte sich die Bestzeit (1:36.766 Minuten) im dritten Freien Training zum Grand Prix der USA in Austin . Der Red-Bull-Fahrer war um 0,266 Sekunden schneller als sein Teamkollege Daniel Ricciardo; Dritter wurde Kimi Räikkönen (Ferrari/+0,518), noch vor den beiden Mercedes-Piloten.

Die deckten ihre Karten im Abschlusstraining nicht auf. WM-Leader Nico Rosberg brach seine Qualifying-Simulation im Finish ab und übte lieber einen weiteren Start, hatte bei der zweiten Zwischenzeit aber bereits 0,073 Sekunden Rückstand auf Verstappen. Ungefähr gleich schnell war Lewis Hamilton unterwegs, der im letzten Sektor wegen eines Nachzüglers vom Gas gehen musste. "Das war schlechtes Timing", knurrte er am Boxenfunk.

In der Anfangsphase war Hamilton mit der Balance unzufrieden, klagte zum Beispiel über ein auf der Bremse nach rechts ziehendes Auto. Dabei hatte die Session für ihn ganz entspannt begonnen: In Begleitung von Hollywood-Superstar Christoph Waltz und dessen Kollegin Rose Salazar schlenderte er in die Garage und nahm sich noch in aller Ruhe Zeit, den beiden sein Lenkrad zu erklären. Erst nach einer halben Stunde fuhr er erstmals auf die Strecke.

Beim Blick auf die Zeitentabelle ist der Vorjahressieger wohl weniger relaxt. Nach den starken Longruns scheint Red Bull nun auch auf die schnelle Einzelrunde richtig konkurrenzfähig zu sein. "Dass sie in den Kurven schnell sind, kannten wir", analysiert Formel-1-Experte Marc Surer, "aber dass sie auf einer 1,2 Kilometer langen Geraden mit Ferrari mithalten können, das ist neu. Renault scheint zugelegt zu haben."

Der teaminterne Abstand zwischen Verstappen und Ricciardo liegt zum Teil auch daran, dass Ricciardo als erster Topfahrer schon nach 32 Minuten auf frischen Supersofts attackierte. Verstappen setzte seine Zeit erst eine Viertelstunde später, als die Strecke mehr Grip hatte. Dabei verlief der Beginn der Session für den Niederländer nicht zufriedenstellend. Das schief stehende Lenkrad sei "schlimmer als gestern", funkte er da.

Ferrari ist hinter Red Bull und Mercedes nur dritte Kraft. Kimi Räikkönen (3./+0,518) wurde auf seiner schnellsten Runde zwar nach außen getragen, blieb aber auf dem Gas und verlor dabei kaum Zeit. Wenig später schlief er in der Auslaufrunde, als er Ricciardo im Weg stand. Auch technisch läuft es bei der Scuderia nicht rund: Der "Iceman" vernahm in der Schlussphase des Abschlusstrainings merkwürdige Geräusche.

Noch schlimmer erwischte es Vettel, der gar keinen Supersoft-Run drehen konnte und daher mit 1,128 Sekunden Rückstand Sechster wurde. Der Deutsche meldete am Boxenfunk einen "plötzlichen Verlust von Leistung" im fünften Gang. Das sei ihm zweimal passiert. Vettel stieg aus, ging nicht mehr auf die Strecke. Nun sind die Ferrari-Ingenieure am Ball, die hoffen, einen erneuten Getriebewechsel verhindern zu können.

Erster Verfolger der Topteams war heute Morgen Nico Hülkenberg (7./Force India/+1,182). Dass sein Tankdeckel einmal offen blieb, war keine große Sorge. Sein Teamkollege, Williams und McLaren sind weitere Top-10-Kandidaten für das Qualifying. Pascal Wehrlein (Manor/+4,661) wurde 22. und Letzter. Nach seinem Dreher zu Beginn wollte er sich von den Streckenposten aus dem Kies schieben lassen; sein Team forderte ihn aber auf, den Motor abzustellen.

Und dann war da noch Carlos Sainz (15./Toro Rosso/+1,944), der gleich zweimal mit Reifenschaden zurück an die Box rollte - einmal rechts, einmal links hinten. Die Ursache dafür ist noch nicht geklärt. Seine schnelle Runde wurde davon nicht beeinträchtigt: Der Spanier landete unmittelbar hinter seinem russischen Teamkollegen Daniil Kwjat (14./+1,925), der von Toro Rosso kurz vor Trainingsbeginn für 2017 bestätigt worden war.

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