Formel 1

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter

Inhalt

Grand Prix von Österreich

FIA führt neue Reifendruck-Regel ein

Mit einem neuen Messzeitpunkt will die FIA die Reifendruck-Tricksereien verhindern - Button: Drücke in Spielberg „unglaublich hoch“.

Die FIA schiebt den Tricksereien um den Reifendruck einen Riegel vor. Bislang hatte vor allem Mercedes einen Weg gefunden, im Rennen mit niedrigeren Reifendrücken fahren zu können, doch weil der Messzeitpunkt verändert wird, greift der Trick nicht mehr. Statt wie zuvor in der Startaufstellung wird der Reifendruck laut auto motor und sport ab sofort bereits vor dem Aufstecken auf die Radträger gemessen. Das soll Renndirektor Charlie Whiting im üblichen Donnerstagsmeeting mitgeteilt haben.

Pirelli hatte vor dieser Saison die Mindestreifendrücke für jedes Rennen hochgesetzt, um Reifenschäden wie bei Sebastian Vettel in Spa 2015 zu vermeiden. Doch weil die Teams einen Weg gefunden haben, im Rennen trotzdem mit niedrigeren Drücken zu fahren, ist der Reifenhersteller bei seinen Werten noch höher gegangen. In Österreich liegt der vorgeschriebene Wert bei den Vorderreifen etwa bei 22 psi (hinten 19,5 psi) - vier psi mehr als im Vorjahr!

"Das ist unglaublich hoch, wenn man bedenkt, dass es im Vorjahr keine Probleme gab", äußert sich Jenson Button skeptisch über diese Maßnahme. Bereits bei den vergangenen Rennen hatten sich immer wieder Piloten über "lächerlich hohe" Reifendrücke beschwert, und auch in Österreich könnte dies wieder Probleme bringen. "In den ganzen Linkskurven ist die Belastung auf den rechten Vorderreifen hoch, und viele Leute werden Probleme mit Graining bekommen - und zwar auf jedem Reifen", erklärt Button.

Hinzu kommt, dass der Reifendruck nach der Messung seitens Pirelli ab sofort nur noch erhöht werden darf, nicht aber gesenkt - auch wenn festgestellt wird, dass man den Reifendruck zu hoch eingestellt hat. Sollte der Druck irgendwann unter den Startwert fallen, darf das Team den Druck erhöhen - muss aber nicht. Im Gegenzug darf man aber nicht niedriger gehen, selbst wenn man deutlich über dem Mindestwert lag. Das gilt auch für den Fall, sollte sich rechts und links ein Ungleichgewicht ergeben: Das Team müsste den Reifen mit dem niedrigeren Druck anpassen.

Mit der neuen Regelung will man verhindern, dass Teams Radträger und andere Teile vorheizen, um zum Messzeitpunkt über dem Mindestwert zu liegen, und sie dann sofort stark abkühlen zu lassen, damit der Druck sinkt. Denn je niedriger der Reifendruck, desto besser liegt das Auto auf der Strecke. Wenn diese Praktik wegfällt, kann Pirelli die Startwerte zu den nächsten Rennen senken.

Sainz über RB-Vertrag Sainz über RB-Vertrag Hamilton erwarten Strafen Hamilton erwarten Strafen

Ähnliche Themen:

Grand Prix von Österreich

+ Nachberichte

+ Sonntag

+ Samstag

Freitag

+ Vorberichte

Weitere Artikel

Alexander und Florian Deopito konnten die Winter-Rallye zum dritten Mal in Folge für sich entscheiden.

Martin Freinademetz ist erschöpft aber glücklich im Dakar-Ziel angekommen, er ist damit der einzige Österreicher, der eine Zielankunft auf allen drei Dakar-Kontinenten vorweisen kann.

Opel Grandland X PHEV – erste Ausfahrt

Opel setzt den Grandland X als Hybrid 4 unter Strom

Im Windschatten der Peugeot- und Citroen-Modelle elektrifiziert nun auch Opel seine Modellpalette. So wird der Grandland X nun auch als Plug-in-Version angeboten.

Am 6./7. März erfolgt mit der Blaufränkischland-Rallye der Saisonauftakt der Austrian Rallye-Challenge, auch sonst gibt es einige Neuigkeiten zu vermelden.