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Grand Prix von Japan

FT1: Rosberg markiert erste Bestzeit

Nico Rosberg nimmt den Schwung aus Sepang mit und sichert sich im ersten Freien Training in Suzuka die Bestzeit - Crash von Alonso bleibt ohne Folgen.

Nico Rosberg fährt weiterhin in Topform: Fünf Tage nach seinem dritten Platz beim Grand Prix von Malaysia (bei gleichzeitiger Nullnummer von WM-Rivale Lewis Hamilton) sicherte sich der Mercedes-Fahrer am Freitagmorgen die Bestzeit im ersten Freien Training zum Grand Prix von Japan in Suzuka .

Beide Mercedes-Fahrer drehten je eine schnelle Runde mit frischen Reifen, und beide Male war Rosberg um zwei Zehntelsekunden schneller. "Das Auto liegt ihm offensichtlich besser", analysiert Formel-1-Experte Marc Surer. "War auch schon umgekehrt, dass es zu Hamiltons Fahrstil besser gepasst hat." Und Johnny Herbert findet: "Ein selbstbewusster Beginn von Nico!" Dass Rosberg in der Schlussphase einmal ein "Problem mit Aussetzern des Motors" funkte, blieb ohne Folgen.

Aber viel wichtiger als der teaminterne Abstand ist aus Mercedes-Sicht der Vorsprung auf die Konkurrenz. Denn der war in den ersten eineinhalb Stunden größer als erwartet. Der erwartete Red-Bull-Angriff blieb aus, und so betrug der Vorsprung auf die Ferrari-Piloten Sebastian Vettel und Kimi Räikkönen letztendlich 1,094 beziehungsweise 1,386 Sekunden. Sowohl Mercedes als auch Ferrari erzielten ihre Bestzeiten mit den weichsten Pirelli-Reifen (Soft).

Red Bull hingegen ließ die weichste Gummimischung noch im Köcher. "Die sind die Zeiten auf den mittleren Reifen gefahren. Man muss abwarten. Heute Nachmittag werden wir Genaueres wissen", sagt Surer. Daniel Ricciardo belegte mit 1,681 Sekunden Rückstand den fünften Platz, Max Verstappen (+1,948) wurde Sechster. Mit weichen Reifen sollte Red Bull in den schnellen Kurven von Suzuka mindestens auf Ferrari-Niveau sein.

Teamchef Christian Horner sieht sich nicht in der Favoritenrolle: "Mercedes ist sehr schnell", meint er. "Ich hoffe aber, dass wir sie genug unter Druck setzen können, damit sie attackieren müssen. Wozu das führen kann, haben wir vergangene Woche gesehen." Red Bull konzentrierte sich zum Auftakt auf Aero-Tests mit Staudruck-Messgestängen und FloViz-Farbe. Teilweise waren damit sogar die Vorderräder eingekleistert.

Stark präsentierte sich zunächst das Force-India-Team: Nico Hülkenberg (+2,099) wurde Siebter, Sergio Perez (+2,336) Achter. Damit ist der indisch-britische Rennstall im WM-Kampf gegen Williams (zu viel Untersteuern) um P4 weiter im Vorteil, denn Williams brachte am Freitagmorgen nur Valtteri Bottas (+2,950) in die Top 10 - und zwar noch hinter Fernando Alonso (9./+2,572), obwohl der McLaren-Pilot einmal leicht crashte.

Alonso ging eingangs der Spoon-Kurve das Heck weg und er schlug rückwärts ein, beschädigte dabei den Heckflügel. Allerdings konnte er selbst zurück an die Box fahren. Dort hielt er kurz mit seiner Freundin Händchen, während die Mechaniker den McLaren reparierten, ehe er wieder ins Trainingsgeschehen eingriff - übrigens mit dem neuen Honda-Motor von Malaysia, den Jenson Button (13./+3,246) noch nicht eingebaut hat.

Den zweiten Crash verursachte Romain Grosjean (14./Haas/+3,257), der für seinen geringfügigen Abflug am Funk schon wieder einen Bremsdefekt verantwortlich machte. Da war auch das selbst auferlegte Fluchverbot schnell vergessen. Und Daniil Kwjat (11./Toro Rosso/+3,015) funkte einmal: "Der nervige Oktopus ist wieder da!" Und meinte damit ein Gummistückchen, das sich in seinem Sichtfeld verfangen hatte...

Ganz hinten landete Jolyon Palmer (Renault/+5,561) auf dem letzten Platz. Wegen eines Elektrikdefekts musste er die Session rund eine Viertelstunde vor Schluss nach 13 Runden vorzeitig beenden. Pascal Wehrlein (21./+5,535) war im Manor-Stallduell wieder knapp langsamer als Esteban Ocon (20./+5,366). Und bester Sauber-Fahrer war diesmal Marcus Ericsson als 17. mit 3,863 Sekunden Rückstand.

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