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Grand Prix von Japan

Hamilton schreibt sich nicht ab

Lewis Hamilton zeigt sich mit dem zweiten Startplatz hinter seinem Teamkollegen zufrieden: "Ich habe getan, was ich tun konnte."

Dass das Qualifying zum Japan-Grand-Prix am Samstag so spannend würde, wie es letztlich war, hatte Nico Rosberg nicht erwartet. Der Deutsche räumt aber ein, vor dem letzten Abschnitt und dem mit 0,013 Sekunden Vorsprung gewonnen Duell gegen Lewis Hamilton den Optimismus kurzzeitig verloren zu haben. "Ich hatte ein gutes Gefühl und ich wusste, dass eine vernünftige Runde reichen würden. Es lief alles glatt", meint Rosberg. Doch dann kam sein missratener erster Versuch in Q3.

Er erklärt: "Ein Rückschlag. Ich war dann nicht mehr so zuversichtlich." Immerhin hatte Rosberg bei der Ausfahrt aus der Box das Gefühl, den zweiten Rang in petto zu haben, weil die Ferrari und die Red Bull zu diesem Zeitpunkt noch deutlich hinter den Silberpfeilen lagen. Das und nicht näher benannte Änderungen dürften Druck von seinen Schultern genommen haben. Sportchef Toto Wolff erläutert: "Nico fühlte sich auf dem ersten Satz Reifen nicht wohl. Sie hatten etwas ausprobiert."

Am Ende gelangen Rosberg eine Fabelrunde und ein weiterer Nadelstich gegen den Stallkollegen. Schon im zweiten Durchgang hatte Rosberg Hamilton mit einem perfekten Umlauf gefoppt - analog zu Malaysia, als der Deutsche die für den Rennstart benötigten Soft-Reifen mehr schonte und der Brite den Psychohammer auspackte. Kein Grund für Lewis Hamilton, Trübsal zu blasen. "Ich bin glücklich mit dem Qualifying", überrascht er nach Platz zwei. "Ich habe getan, was ich tun konnte."

Seit Freitag war es für den Briten schwierig, sein Auto richtig abzustimmen. "Ich bin mit großen Änderungen ins Zeittraining gegangen", bemerkt er über eine nicht ideale Vorbereitung und sein Setup. "Wir musste eine Rolle rückwärts machen. Das ganze Wochenende lief nicht so glatt wie das vergangene." Was Hamilton Hoffnung machen könnte, ist die Statistik: In den vergangenen drei Jahren gewann in Suzuka immer der Pilot, der das Rennen von Startplatz zwei begonnen hatte.

Er wittert Morgenluft: "Pole-Position ist schön und gut. Aber es muss sich auszahlen, was wir in Sachen Starts unternommen haben. Und abwarten, was das Wetter macht." Auch Rosberg warnt vor der grünen Ampel, zumal in Japan eine zusätzliche Hürde winkt. "Der Start ist wichtig", mahnt der Wiesbadener. "Weil die Start- und Zielgerade abfällt, gibt es weniger Grip als sonst." Mit seinem Auto - auch mit Blick auf die Longruns - scheint er aber deutlich zufriedener als Hamilton.

Nur 0,302 Sekunden Vorsprung auf den drittplatzierten Kimi Räikkönen sind für Wolff eine Warnung: "Wir haben damit gerechnet, dass Ferrari nahe dran ist. In Suzuka rückt das Feld immer zusammen. Auf den Longruns war es noch enger. Es droht Spannung", so der Sportchef. 'RTL'-Experte Timo Glock hat Rot auf der Rechnung. Er erinnert an Kupplungsprobleme der Platzhirsche: "Die Silbernen werden grübeln, denn Ferrari war zuletzt am Start unheimlich stark. Da ist Mercedes verwundbar." Der Hesse weiß, dass Räikkönen in der Startphase wenig zu verlieren hat: "Kimi wird es völlig egal sein. Er wird alles daran setzen, es auf den ersten Metern umzusetzen."

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