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Grand Prix von Japan

Rosberg weiter vorne

Weil Hamilton, Ricciardo und Räikkönen ihre schnellen Runden nicht umsetzen, sichert sich Nico Rosberg die Bestzeit im letzten freien Training.

Nico Rosberg sicherte sich im dritten Freien Training zum Grand Prix von Japan in Suzuka wie schon am Freitag die Bestzeit. Der Mercedes-Fahrer steigerte sich bei den abschließenden Qualifying-Simulationen mit weichen Reifen auf 1:32.092 Minuten und hängte seinen Teamkollegen Lewis Hamilton damit um 1,192 Sekunden ab.

Repräsentativ war dieser große Abstand nicht, denn während der Zeitenjagd am Ende kam Hamilton unter der Unterführung neben die Strecke und brach daraufhin seine Runde ab. Vor den Quali-Runs war er zwar auch langsamer als Rosberg gewesen, aber nur um 0,054 Sekunden. Rosberg wiederum machte sich zwischendurch Sorgen über eine Startübung, bei der ein Ferrari besser wegkam als er. Daraufhin schickte Mercedes einen Mechaniker los, um zu überprüfen, ob Rosberg vielleicht auf einer Pfütze losgefahren ist. Das würde den schlechten Start nämlich erklären.

Insgesamt kann das Mercedes-Team mit der gezeigten Leistung zufrieden sein. Aufgrund der anfangs noch feuchten Strecke kam dem Reifenmanagement eine besondere Bedeutung zu. Das bekam Rosberg mit den weichen Reifen am besten hin. "Die Softs sind schneller. Aber man muss sie auf Temperatur bringen, und das kann der Mercedes", analysiert Formel-1-Experte Marc Surer.

Erster Verfolger war heute Morgen Daniel Ricciardo (Red Bull) mit 0,302 Sekunden Rückstand. Das ist auf einer so langen und anspruchsvollen Strecke wie Suzuka nicht viel. Sein Teamkollege Max Verstappen war zumindest im ersten Sektor sogar noch schneller unterwegs, leistete sich aber einen leichten Fahrfehler in der Zielschikane. Daher wurde er letztendlich Vierter (+0,692).

Die beiden Ferraris liefen auf ihrer schnellen Runde jeweils auf den Renault von Kevin Magnussen (9./+1,547) auf. Sebastian Vettel (+0,639) schöpfte sein Potenzial dennoch gut aus und wurde nach bis dahin schwierigem Trainingsverlauf Dritter, Kimi Räikkönen (+0,919) hingegen verlor wesentlich mehr Zeit und musste sich mit dem fünften Platz zufrieden geben.

Sechster wurde mit einer überraschend schnellen Zeit (1:33.271 Minuten) Williams-Routinier Felipe Massa, der dafür allerdings zwei Anläufe benötigte. Die große Überraschung waren die Renaults. Neben Magnussen landete auch Jolyon Palmer (+1,547) in den Top 10 - übrigens mit identischer Rundenzeit! "Da stehen wir nicht so oft", freut sich Palmer, "und die Bedingungen sind die gleichen wie für alle anderen auch."

Nico Hülkenberg (Force India/+1,554) wurde Zehnter, Fernando Alonso (McLaren/+1,622) Elfter und Jenson Button (McLaren/+2,456) 19. Letzterer hat erstens nicht den neuesten Honda-Antrieb zur Verfügung und klagte zweitens über starkes Untersteuern insbesondere in den schnellen S-Kurven. Pascal Wehrlein (+6,164) landete nach Getriebewechsel auf Platz 21, über zwei Sekunden hinter seinem Manor-Teamkollegen Esteban Ocon.

22. und Letzter wurde Carlos Sainz (Toro Rosso). Der Spanier stand zuerst lange an der Box, ging dann kurz für drei Runden auf die Strecke und verbrachte den Rest der Session wieder an der Box. Offenbar machte bei ihm das Ferrari-Hybridsystem Probleme. Ob das bis zum Qualifying behoben werden kann, entzieht sich unserer Kenntnis.

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