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Grand Prix von Malaysia

5.000 Euro Lehrgeld für verlorenen Reifen

Doppel-Aus für Haas: Grosjean landet im Kiesbett und Teamkollege Gutierrez verliert einen Reifen - "Leute vergessen, dass es unser erstes Jahr ist".

Der Grand Prix von Malaysia endet für das Haas-Team in einer Pannenserie. Weder Romain Grosjean noch Esteban Gutierrez können die Zielflagge in Sepang sehen. "Ich wollte in der vierten Kurve anbremsen, das Pedal ging durch und das Auto zog nach rechts", erklärt Grosjean seinen Ausfall. "Sieht aus, als wäre vorne eine Bremsscheibe kaputtgegangen. Ich habe nur noch versuchen können, dem Auto vor mir auszuweichen, bevor ich ins Kiesbett fuhr."

Dennoch bleibt der 30-Jährige gelassen: "Die Leute vergessen oft, dass es unser erstes Jahr ist. Da können solche Sachen schon mal passieren. Wir haben schon 28 Punkte gesammelt und schlagen uns nicht schlechte für unsere erste Saison. Dass wir ein paar Probleme bekommen werden, haben wir erwartet", bittet der Franzose um Verständnis.

Ob Newcomer- oder Traditionsteam: Für die Rennkommissare sind die Regeln für alle Formel-1-Teams gleich. Teamkollege Esteban Gutierrez bekommt nach dem Rennen eine 5.000-Euro-Strafe der Stewards aufgebrummt, nachdem der Mexikaner durch einen mechanischen Defekt mitten auf der Strecke einen Reifen verliert. Das Haas-Team war damit - wenn auch unabsichtlich - mit einem unsicheren Fahrzeug unterwegs, was die Rennleitung nicht toleriert. Das herumfliegende Rad in der 39. Runde hätte andere Piloten gefährlich treffen können, sodass Haas für dieses Vergehen Lehrgeld zahlen muss.

Entsprechend unzufrieden äußert sich Gutierrez über das "enttäuschende Wochenende", das zunächst noch vielversprechend beginnt: "Bis zur ersten Kurve lief es ziemlich gut, bis ich durch eine Berührung mit Kevin Magnussen einen Reifenschaden hinten rechts bekam", verrät der 25-Jährige die Anfangsphase des Rennens. "Auch mein Unterboden war beschädigt, aber ich schaffte es zurück in die Box. Als ich zurück auf die Strecke kam, musste ich kämpfen, um wieder Plätze gutzumachen. Das Auto war nicht einfach zu fahren. Nach meinem zweiten Boxenstopp mussten wir durch ein mechanisches Problem das Rennen beenden."

"Nachdem wir nach der Qualifikation endlich Licht am Ende des Tunnels gesehen haben, wurde es im Rennen wieder dunkel", bilanziert Haas-Teamchef Günther Steiner den Stand des US-Rennstalls in Asien.

"Wir wissen noch nicht wirklich, was mit den beiden Autos passiert ist. Der eine Bolide hatte einen Defekt an der Bremse, das andere Fahrzeug hat - wie man sehen konnte - einen Reifen verloren. Wir müssen uns anschauen, was genau an den Bremsen von Romains Auto los war. Warum sich das Rad beim Wagen von Esteban löste, wissen wir noch nicht genau," gibt sich Steiner nach dem Rennen noch ahnungslos. Der Südtiroler vermutet aber einen mechanischen Fehler, der bis kommende Woche in Japan gelöst werden solle, um zurück in die WM-Punkte zu fahren.

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