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Grand Prix von Malaysia

FT1: Rosberg-Bestzeit und Renault-Feuer

Während Mercedes-Pilot Nico Rosberg in Sepang sportlich den Ton angibt, sorgte ein Boxenfeuer bei Renault für eine rote Flagge.

Nico Rosberg setzt den für ihn positiven Trend der vergangenen Wochen auch beim Grand Prix von Malaysia in Sepang fort. Der Mercedes-Fahrer sicherte sich im ersten Freien Training in 1:35.277 Minuten die Bestzeit und blieb damit um eine halbe Sekunde vor seinem Teamkollegen Lewis Hamilton, der den zweiten Platz belegte.

Beide Silberpfeile schlugen von Anfang an ein hohes Tempo an; Rosberg war letztendlich um fast fünf Sekunden schneller als Hamilton bei seiner Freitagsbestzeit im März 2015. Und als die beiden ihren ersten Run absolviert hatten, lagen sie gerade mal durch 0,005 Sekunden getrennt. Erst später wurde der Abstand größer, weil Hamilton keine saubere Runde zustande brachte. Lediglich im Finish, auf den härteren Reifen, war der Brite um einen Tick schneller. Experte Marc Surer meint dennoch: "Nico fängt wieder richtig gut an. Moralisch ist das ein erster Sieg."

Aber die Schlagzeilen machen diesmal nicht Hamilton und Rosberg, sondern der Däne Kevin Magnussen. Schon nach sechs Minuten steuerte er mit rauchendem Heck die Renault-Box an, wo sich das Auto entzündete. Magnussen sprang blitzschnell aus dem Auto und blieb unverletzt; die Mechaniker reagierten ebenso flink und überzogen den Boliden mit einer ordentlichen Schicht Löschschaum. Daran hatten sie für den Rest des Vormittags erst mal gut zu putzen.



Kurios: Selbst als das Feuer schon gelöscht schien, entzündete es sich mehrmals neu - weil aus einer kleinen Öffnung im Bereich der Airbox immer wieder neues Benzin austrat. Erst nach einer Weile konnten die Renault-Mechaniker das Benzin abpumpen und das Auto in die Garage schieben. Nach der gut 25-minütigen Unterbrechung der Session wurde Teamkollege Jolyon Palmer (19./+3,921) übrigens sofort auf die Strecke geschickt.

"Wir hatten durch eine Entlüftung ein Benzinleck. Der Tank war voll - sieht so aus, als sei er unter Druck gestanden", sagt Renault-Technikchef Nick Chester. "Wir wollten experimentelle Teile für Mexiko ausprobieren. Das Setup war anders als beim anderen Auto. Wir müssen erst untersuchen, was genau passiert ist. Der Schaden scheint gering zu sein, das Auto ist nur ziemlich schmutzig und ein paar Kabel sind angeschmort. Aber ich denke, dass Kevin in FT2 fahren kann."

Hinter der Mercedes-Spitze scheinen wieder Ferrari und Red Bull die beiden stärksten Teams zu sein. Kimi Räikkönen, der in Malaysia 2003 seinen ersten Grand Prix gewonnen hat, wurde Dritter, hatte aber bereits 1,088 Sekunden Rückstand; damit war er um 16 Tausendstelsekunden schneller als sein Teamkollege Sebastian Vettel (klagte über Vibrationen). Ferrari testete heute die neuen Updates. Dabei kam grüne FloViz-Farbe im Bereich der Front zum Einsatz.


Bei Red Bull wurden die ersten Runs mit Staudruck-Gittern absolviert, um aerodynamische Messungen hinter den Vorderrädern durchzuführen. Daniel Ricciardo (+1,526) wurde Sechster, Max Verstappen (+1,746) Siebter. Noch vor den beiden reihte sich Fernando Alonso (McLaren/+1,283) an sechster Stelle ein. Das kam für viele überraschend - und liegt vielleicht zum Teil am neuen Honda-Antrieb, der beim Spanier erstmals eingesetzt wird.

"Schwer zu sagen, wo wir stehen", analysiert Red-Bull-Teamchef Christian Horner. "Aber wir sehen schon, dass die Strecke sehr viel Grip hat. Die Rundenzeiten sind viel schneller, der Abbau der Reifen ist nicht dramatisch. Alle waren mit unterschiedlichen Benzinmengen und Reifen unterwegs. Ich schätze, dass wir das Kräfteverhältnis frühestens nach dem zweiten Training etwas besser einschätzen können."

Erfreulich endete das erste Training zudem für Nico Hülkenberg (8./+2,286) und Sergio Perez (9./+2,374), die den Anspruch von Force India auf ein Top-10-Ergebnis unterstreichen konnten. Williams hingegen schrammte relativ deutlich an den Top 10 vorbei. Das mit Abstand langsamste Team war indes Manor - 0,888 Sekunden Rückstand auf Palmer im Renault! Und Pascal Wehrlein (Über- und Untersteuern) blieb um 0,591 Sekunden hinter Esteban Ocon...

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