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Grand Prix von Malaysia

Lewis Hamiltons Motorschaden geklärt

Mercedes kennt nun die Ursache für den Motorschaden von Lewis Hamilton in Malaysia und ergreift vor Suzuka entsprechende Maßnahmen.

Das Mercedes-Werksteam hat vor dem Grand Prix von Japan geklärt, warum Lewis Hamiltons Motor beim Großen Preis von Malaysia in Runde 41 kaputtgegangen ist. Der Grund: Ein Kurbelwellenlager hatte sich festgerieben, was dann den kapitalen Motorschaden auslöste. Verwertbare Warnsignale dafür habe es nicht gegeben – als der in Führung liegende Hamilton durch die Haarnadel vor Start und Ziel kam, begann zwar der Öldruck zu sinken, aber schon ein paar Sekunden später spuckte sein Mercedes Feuer und Qualm.

Der Motor wurde dann noch am Sonntag Abend auf die Reise zurück nach England geschickt, wo er am Dienstag eintraf. Anschließend begann die genaue Untersuchung, die mit der Identifikation des Problems endete. Hamilton hatte den kaputten Motor erst in Spa in sein Kontingent für diese Saison aufgenommen, die Laufleistung lag bei mickrigen 618 km. In Suzuka wird der Vorjahressieger mit jenem Aggregat fahren, das er schon in Singapur eingebaut hatte; bei seinem Teamkollegen Nico Rosberg bleibt der Malaysia-Motor in Verwendung.

Beide haben für ihren WM-Kampf in den letzten fünf Grands Prix nun beinahe idente Ressourcen zur Verfügung – einziger Unterschied: Hamilton stehen nach seinem Belgien-Wechseltrick zwei Aggregate der dritten Ausbaustufe und eines der zweiten zur Verfügung; bei Rosberg sind alle drei Aggregate Modellstufe zwei. Theoretisch könnte Mercedes noch eine vierte Stufe entwickeln – da die Konstrukteurs-WM aber schon so gut wie entschieden ist, wird man sich diesen Schritt vermutlich sparen.

Vor dem Grand Prix von Japan will Mercedes nichts riskieren: Die für die drei Kundenteams geplante Einführung der dritten Ausbaustufe wurde verschoben. Außerdem gelten sowohl für das Werksteam als auch für die Kunden neue Parameter, was den Betrieb der Motoren angeht. So könnte aus Sicherheitsgründen jenes Mapping untersagt werden, das zum Beispiel im Qualifying die meiste Leistung bietet.

Warum sich das Kurbelwellenlager festgerieben hat, haben die Mercedes-Ingenieure noch nicht herausgefunden. Die Ölversorgung war bis zum plötzlichen Druckabfall in Kurve 15 in Ordnung. Außerdem ist der Schaden nur in einem der sechs Zylinder aufgetreten; alle anderen wären, rein hypothetisch betrachtet, tadellos weitergelaufen. Eine noch tiefergehende Ursachenforschung dürfte aber schwierig werden, weil der Schaden am Motor dafür zu groß ist.

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