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Grand Prix von Malaysia

McLaren: Motorupdate besteht Härtetest

Fernando Alonso fuhr mit seinem neuen Motorenupgrade ohne Probleme auf Rang sieben, während Teamkollege Button noch Verbesserungspotenzial sieht.

Vor dem Freien Training der Formel 1 in Malaysia war man bei McLaren vor allem gespannt, wie sich die neue Power-Unit von Honda im Heck von Fernando Alonso schlagen würde. Um die neue Ausbaustufe zu testen, die zwei Token verschlungen hat und durch einen verstärkten Motorblock vor allem eine bessere Zuverlässigkeit bringen soll, muss Alonso eine Strafversetzung in Kauf nehmen. Doch den Härtetest Malaysia hat das Aggregat gut überstanden.

Der Spanier wurde am Freitag starker Siebter und hatte dabei 1,352 Sekunden Rückstand auf die Bestzeit von Lewis Hamilton. Viel wichtiger war aber, dass die Power-Unit 45 Runden ohne Probleme lief und somit eine gute Grundlage geschaffen hat. "Wir sind glücklich mit dem heutigen Tag, weil wir keine Probleme hatten. Das bedeutet grünes Licht für die Zukunft", ist McLarens Rennleiter Eric Boullier mit dem Ergebnis zufrieden.

In der Zeitentabelle lesen sich Rang sieben und vier Zehntelsekunden Vorsprung auf Button schon einmal wie ein Erfolg - zumal Alonso das gesamte Training über meist noch schneller war verglichen mit seinem Teamkollegen. Für das anstehende wichtige Heimrennen in Japan, dem Jahrestag von Alonsos heftigem "GP2-Motor"-Spruch, hat Honda somit alles für ein gutes Ergebnis in die Wege geleitet.

Teamkollege Jenson Button, der vorerst ohne das Upgrade auskommen muss, bis sein Motor die gesetzte Kilometergrenze erreicht hat, rundete als Zehnter das gute Resultat am Freitag ab. 1,771 Sekunden fehlten ihm auf die Spitze, allerdings hatte er bei seiner Zeitenjagd keine perfekten Bedingungen: "Wir waren ziemlich spät draußen, weil einige Änderungen doch länger als gedacht gedauert haben", schildert der Brite. Das bedeutete, dass die Konkurrenz zu diesem Zeitpunkt schon mit viel Sprit unterwegs war.

Und das sollte sich bemerkbar machen: "Ich bin auf Kevin Magnussen aufgelaufen, der auf der Rennlinie unterwegs war. Das hat mich schon eine Menge an Rundenzeit gekostet", sagt Button, dessen Schimpfwort in Richtung des Dänen am Funk überpiepst werden musste. Somit wäre für ihn womöglich noch mehr Zeit drin gewesen. "Die Pace über eine Runde war nicht so schlecht", sagt er daher. "Bei den Longruns war es etwas kniffliger, aber wir haben verstanden, was wir mit der Balance noch dagegen tun können."

Zuletzt in Singapur rechnete sich das Team durch die Streckencharakteristik gute Chancen auf ein starkes Ergebnis aus. Malaysia dürfte durch die langen Geraden nicht ganz so gut zum McLaren passen. Und während die Taktik für das Qualifying schon klar ist, muss man sich für das Rennen erst noch etwas überlegen - und das macht Button angesichts seines 300. Grand Prix wohl an einem speziellen Ort: "Ich freue mich darauf, nachher in den Pub zu gehen", lacht er. Ob es sich bei einem Bier am besten nachdenken lässt, sei dahingestellt.

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