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Grand Prix von Malaysia

RB Racing wittert Chance im Rennen

Mit der zweiten Startreihe konnte RBR seine Ziele im Qualifying erfolgreich umsetzen – Jetzt möchte man im Rennen zuschlagen und Mercedes ärgern.

Das Qualifying war für Mercedes eine relativ lockere Angelegenheit, doch die Silberpfeile werden morgen aufpassen müssen, denn in der zweiten Startreihe stehen beim Großen Preis von Malaysia 2016 die beiden Red Bull von Max Verstappen und Daniel Ricciardo. Mit 0,570 respektive 0,617 Sekunden Rückstand auf Pole-Mann Lewis Hamilton war man dabei durchaus näher dran, als es nach dem gestrigen Training zu vermuten war.

"Ich bin natürlich sehr zufrieden, mich hinter den Mercedes qualifiziert zu haben", strahlt Verstappen, der am Wochenende seinen 19. Geburtstag gefeiert hat und sich mit Rang drei schon einmal selbst beschenken konnte. Denn somit steht man auch vor Konkurrent Ferrari, mit denen man noch um Rang zwei in der Konstrukteurs-Weltmeisterschaft kämpft. "Beide haben einen mega Job gemacht. Vor den Ferraris zu sein, haben wir gestern nicht erwartet", muss auch Teamchef Christian Horner lobend erwähnen.

Festhalten muss man dabei, dass Ricciardo erst zum dritten Mal in dieser Saison das teaminterne Qualifying-Duell verloren hat. Der Australier musste sich um 47 Tausendstelsekunden geschlagen geben, nimmt das aber hin: "Ich habe eigentlich keinen Fehler gemacht. Die Session war ziemlich gut und die Runde ziemlich sauber. In den ersten zwei Sektoren war ich ein Stück vorn, aber im letzten Sektor habe ich ein wenig verloren", beschreibt er.

Vorteil bei den Longruns

"Wenn er mit 19 Jahren jetzt eine halbe Zehntelsekunde gefunden hat, dann könnte es etwas enger werden", nimmt Ricciardo die Niederlage mit Humor. "Aber ich erwarte immer eine Herausforderung von ihm. Er hat seinen Speed in der Formel 1 bewiesen." Außerdem gehe es eh primär darum, dass man sich vor der roten Konkurrenz aufstellen konnte. "Nach gestern bin ich natürlich sehr zufrieden, dass wir vor Ferrari sind. Wir haben über Nacht einige große Änderungen vorgenommen, und es hat funktioniert", so Ricciardo.

Damit besitzt Red Bull gute Chancen, am Sonntag wieder ein Wörtchen im Kampf um die Spitze mitzureden, wie ihnen das zuletzt in Singapur gelungen war. Die Longruns waren am Freitag zumindest besser als die von Mercedes - das war auch in Singapur der Fall. Doch am Ende gewann trotzdem ein Silberpfeil, weswegen Teamchef Horner noch vorsichtig bleibt: "Über Motoren- oder Energiemodus ändert sich eine Menge", glaubt er, dass Silber noch etwas in der Hinterhand haben könnte.

Wichtig sei in der Hitze von Malaysia vor allem erst einmal freie Fahrt, die zum großen Vorteil werden könnte. "Wenn wir einen guten Start haben, dann könnte es die Dinge ein wenig würzen", so der Teamchef. Das war allerdings vor zwei Wochen das Manko von Verstappen. Mit seinem schlechten Start löste er einen Startcrash aus und versaute sich sein Rennen. Morgen droht Ähnliches, weil zudem an seinem Startplatz eine Verunreinigung von einer Rahmenserie ist.

Entwarnung nach Schwächeanfall

"Es ist nicht großartig, das dort zu haben", weiß Verstappen, macht sich aber darum noch keine Gedanken. Problem zwei könnte die Kupplung sein, die in Singapur Schuld am schlechten Start war. Doch diesbezüglich gibt der Niederländer leichte Entwarnung: "In Singapur wussten wir schon am Samstag, dass die Kupplung schlecht sein würde, aber wir durften es nicht ändern", sagt er. "Die Kupplung ist nun stabiler."

Entwarnung gibt es auch bezüglich des körperlichen Zustandes des 19-Jährigen, der nach dem ersten Training einen Schwächeanfall erlitten hatte. Wie Red Bulls Motorsport-Berater Helmut Marko erklärt, saß Verstappen einfach zu lange mit Sturmhaube auf dem Kopf im stehenden Auto, um sich mit seinem Ingenieur über die Abstimmung zu unterhalten. "Er hat keine Frischluft bekommen. Im Auto ist es wahnsinnig heiß, und er ist einfach zu abrupt ausgestiegen und es hat ihn gebeutelt - nichts Dramatisches", so der Grazer.

Auch Verstappen selbst will die Sache nicht überdramatisieren: "Mir wurde ein wenig schwarz vor Augen und ich musste mich für einen Moment hinsetzen. Aber im zweiten Training war es kein Problem mehr", winkt er ab. Und so kann sich Red Bull nun darauf konzentrieren, Mercedes das Leben morgen wieder schwer zu machen. Ricciardo setzt dabei auf einen zusätzlichen frischen Reifensatz, Verstappen auf die eigene Performance: "So nah an Nico dran zu sein, ist natürlich sehr vielversprechend für das Rennen morgen."

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