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Grand Prix von Malaysia

Ricciardo gewinnt turbulenten Malaysia-GP

Startkollision, Strafen und Motorschaden von Hamilton: Daniel Ricciardo gewinnt den ereignisreichen Grand Prix von Malaysia - RBR-Doppelsieg durch Verstappen. Rosberg rettet letzten Podestplatz.

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Die Entscheidung in der Konstrukteurs-WM ist vertagt, Nico Rosberg vergrößert seinen Vorsprung in der Fahrerwertung von acht auf 23 Punkte: Lewis Hamilton ist der große Pechvogel des Grand Prix von Malaysia in Sepang. Im 16. von 21 Rennen der Formel-1-Saison 2016 erlitt der Mercedes-Pilot in Führung liegend einen Motorschaden. Den Sieg erbte Daniel Ricciardo (Red Bull), der sich in einem harten Duell um Platz eins gegen seinen Teamkollegen Max Verstappen durchsetzte.

Doch ohne Hamiltons Motorplatzer - laut Mercedes "ohne jede Vorwarnung" in der 41. Runde - wäre das nicht möglich gewesen. Generell war der silberne "Heim-Grand-Prix" im Land von Hauptsponsor Petronas eine Hochschaubahn der Gefühle: Erst die Startkarambolage zwischen Nico Rosberg und Sebastian Vettel (Ferrari), durch die der WM-Leader auf Platz 17 zurückfiel, dann zwischenzeitlich der "virtuelle" Konstrukteurs-WM-Titel - und am Ende das Drama um Hamilton.

"Acht Fahrer haben Mercedes-Motoren - und nur meiner geht immer wieder vor die Hunde. Das fühlt sich einfach nicht gerecht an", seufzt ein geknickter Hamilton. "Es war ein brandneuer Motor - der einzige, den ich noch hatte. Jemand will einfach nicht, dass ich dieses Jahr gewinne." Der Moment des Ausfalls war emotional: "Oh no, no!", plärrte er in den Boxenfunk, und Sportchef Toto Wolff sackte in der Garage tief enttäuscht in sich zusammen.

Dem Rennen tat das gut. Plötzlich ging das Duell zwischen Ricciardo und Verstappen nicht mehr um Platz zwei, sondern um den Sieg. Weil Hamilton ein virtuelles Safety-Car auslöste, holte Red Bull die beiden an die Box - gleichzeitig -, um für den Schlussspurt Reifen zu wechseln. Vorteil Ricciardo, denn der hatte noch einen frischen Soft-Reifensatz, und weil sich Verstappen hinten anstellen musste, ging er mit einem geschenkten Puffer von knapp über zwei Sekunden in die letzten 15 Runden.

Die Zuschauer begannen zu spekulieren, ob Red Bull eine Stallorder aussprechen würde, um den Doppelsieg abzusichern. "Ich dachte, ich höre jeden Moment 'Multi 43'", grinst Mark Webber, der die Podium-Interviews führen durfte. Aber Teamchef Christian Horner ließ frei fahren, lobte das Duell als "fantastisches Racing" und hielt einmal den Atem an, als sich die beiden in den Kurven fünf und sechs über hunderte Meter Rad an Rad bekriegten.

Aber Ricciardo behielt die Oberhand, baute seinen Vorsprung in der Schlussphase sogar wieder aus. "Verstappen hat sich einmal verbremst. Daher waren seine Reifen nicht mehr so frisch", erklärt Red-Bull-Motorsportkonsulent Helmut Marko. Trotzdem gab es Sicht von Formel-1-Experte Marc Surer diesmal den richtigen Sieger: "Sie haben ihm in Barcelona und Monaco den Sieg gestohlen. Jetzt zu gewinnen, verdient er hundertprozentig!"

Dem Rennen tat das gut. Plötzlich ging das Duell zwischen Ricciardo und Verstappen nicht mehr um Platz zwei, sondern um den Sieg. Weil Hamilton ein virtuelles Safety-Car auslöste, holte Red Bull die beiden an die Box - gleichzeitig -, um für den Schlussspurt Reifen zu wechseln. Vorteil Ricciardo, denn der hatte noch einen frischen Soft-Reifensatz, und weil sich Verstappen hinten anstellen musste, ging er mit einem geschenkten Puffer von knapp über zwei Sekunden in die letzten 15 Runden.

Die Zuschauer begannen zu spekulieren, ob Red Bull eine Stallorder aussprechen würde, um den Doppelsieg abzusichern. "Ich dachte, ich höre jeden Moment 'Multi 43'", grinst Mark Webber, der die Podium-Interviews führen durfte. Aber Teamchef Christian Horner ließ frei fahren, lobte das Duell als "fantastisches Racing" und hielt einmal den Atem an, als sich die beiden in den Kurven fünf und sechs über hunderte Meter Rad an Rad bekriegten.

Aber Ricciardo behielt die Oberhand, baute seinen Vorsprung in der Schlussphase sogar wieder aus. "Verstappen hat sich einmal verbremst. Daher waren seine Reifen nicht mehr so frisch", erklärt Red-Bull-Motorsportkonsulent Helmut Marko. Trotzdem gab es Sicht von Formel-1-Experte Marc Surer diesmal den richtigen Sieger: "Sie haben ihm in Barcelona und Monaco den Sieg gestohlen. Jetzt zu gewinnen, verdient er hundertprozentig!"

Für Vettel war das Rennen damit beendet, Rosberg begann mit einem völlig intakten Auto seine große Aufholjagd. Die ersten Gegner schnupfte er relativ problemlos; spätestens Kimi Räikkönen (Ferrari) leistete dann schon mehr Gegenwehr. Beim ersten Boxenstopp kam Räikkönen noch knapp vor Rosberg raus, aber in der 38. Runde setzte der Deutsche einen Überraschungsangriff - bei dem es zu einer Berührung kam.

Die Rennleitung sprach dafür eine Zehn-Sekunden-Strafe aus, die Wolff in der Garage mit dem Idioten-Scheibenwischer kommentierte. Am Ende hatte Räikkönen 13,3 Sekunden Rückstand - zu viel für das Podium. "Als mich Rosberg überholt hat, wurde mein Auto beschädigt. Da hat uns dann einfach ein bisschen Speed gefehlt", bedauert der "Iceman", dass er nicht im Zehn-Sekunden-Fenster bleiben konnte.

Valtteri Bottas (Williams) wurde mit Einstoppstrategie Sechster; Jolyon Palmer (Renault) kam ebenfalls nur einmal zum Reifenwechsel und holte als Zehnter seinen ersten WM-Punkt in der Formel 1. Fernando Alonso (McLaren) fuhr vom letzten Startplatz aus ein hervorragendes Rennen: Gleich am Start machte er zehn Positionen gut - und am Ende fuhr er als Siebter über die Ziellinie, zwei Positionen vor seinem Teamkollegen Jenson Button.

Achter wurde Nico Hülkenberg (Force India), für den heute sicher mehr drin gewesen wäre. Während der ersten virtuellen Safety-Car-Phase beorderte ihn das Team gleichzeitig mit Sergio Perez an die Box. Weil es beim Mexikaner etwas länger dauerte als geplant, wurde Force India in der Situation doppelt bestraft. Mit P6/8 gelang es trotzdem, den Vorsprung auf Williams in der Konstrukteurs-WM auf drei Punkte auszubauen.

Das Sauber-Team ließ sich die gute Chance auf den ersten WM-Punkt durch die Lappen gehen, Marcus Ericsson beendete das Rennen als Zwölfter. Pascal Wehrlein (Manor) schnappte sich im Finish noch seinen sensationell gestarteten Teamkollegen Esteban Ocon, der das Stallduell ohne Speeding-Strafe wahrscheinlich gewonnen hätte. Und Felipe Massa (Williams) wurde nach verkorkstem Beginn immerhin noch 13.

Der Brasilianer blieb vor der Aufwärmrunde stehen und musste aus der Box starten. Das Gaspedal hatte einen Defekt. Später kam er mit Reifenschaden rein. Im Pech auch Kevin Magnussen (Renault) und Esteban Gutierrez (Haas), die in eine Startkarambolage verwickelt wurden. Erst das Replay zeigte, dass Daniil Kwjat (Toro Rosso) der eigentliche Auslöser des Crashs war, weil er Magnussen ins Heck von Gutierrez schubste.

Vor dem Grand Prix von Japan in Suzuka, der schon in einer Woche steigt, wird Mercedes nun alle Hände voll damit zu tun haben, Hamilton psychologisch aufzurichten. Aber noch ist das WM-Duell nicht entschieden, auch wenn Wolff glaubt: "Jetzt muss Lewis schon fast jedes Rennen gewinnen." Denn der Silberpfeil ist - trotz Red-Bull-Doppelsieg - nach wie vor das schnellste Auto im Feld. Ohne Ausfall hätte Hamilton heute locker gewonnen...

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Vettel sorgt für „verrückte“ Start-Kollision Vettel sorgt für „verrückte“ Start-Kollision Ergebnis & WM-Stand Ergebnis & WM-Stand

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