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Grand Prix von Malaysia

Trotz Fortschritt: Räikkönen bedrückt

Kimi Räikkönen jammert trotz guter Rundenzeit und erstklassigen Longruns über einen „ziemlich schlechten Tag“ - Vettel bleibt „realistisch“.

Ein ähnliches Ergebnis, aber völlig unterschiedliche Gefühlswelten erlebten die Ferrari-Stars nach dem Freien Training zum Malaysia-Grand-Prix am Freitag. Während Sebastian Vettel nach einem dritten Platz (+0,661 Sekunden) einigermaßen zufrieden Feierabend machte, blies Kimi Räikkönen angesichts Rang vier (+0,898 Sekunden) die Backen auf. "Gefühlt war es ein ziemlich schlechter Tag", schnauft der Finne und resümiert: "Ich war die ganze Zeit nicht glücklich und hatte so meine Probleme."

Der Blick auf Klassement verschafft Räikkönen zumindest etwas Trost: "Die Rundenzeit ist dafür nicht allzu schlecht." Auch dem neutralen Beobachter fielen Fortschritte bei der mit einigen neuen Teilen nach Sepang angereisten Scuderia auf, darunter ein überarbeiteter Luftabweiser seitlich des Cockpits, ein sogenanntes Bargeboard. "Wir haben ein paar Sachen im Gepäck", bestätigt Vettel.

Der Heppenheimer erhofft sich Erkenntnisse für 2017 und spornt die Ferrari-Mannschaft an: "Wir müssen Vollgas geben und alles probieren. Man kann dieses Jahr noch sehr, sehr viel erfahren, was im nächsten Jahr hilft. Auch wenn sich die Regeln ändern. Ein Auto ist ein Auto." Hinzu kommt, dass die Roten einem Grand-Prix-Erfolg weiter hinterherhecheln. Vettel sieht keine Erlösung nahen.

Obwohl Ferrari - ausgerechnet in Person des unkenden Räikkönen - die zweitschnellste Longrun-Zeit des Freien Trainings setzte und sich mit einem vollen Tank nur Max Verstappen im Red Bull geschlagen geben musste. "Es war zu erwarten, dass Mercedes den Ton angibt. Es ist doch keine Überraschung", räumt Vettel, der mit Rennsetup nur drei Zehntelsekunden langsamer war, ein.

Ein wenig Hoffnung macht sich breit: "Wir sind nicht mit der Erwartungshaltung gekommen, dass wir das Gleiche wie im vergangenen Jahr erreichen müssten. Wir sind realistisch", spielt Vettel auf seinen Sieg in der Vorsaison an, als er Mercedes mit kluger Strategie und wenig Reifenverschleiß foppte. Bei ähnlichen Bedingungen waren die Silberpfeile am Freitag aber besser aufgestellt: "Wir waren zuletzt immer gut, wenn es heiß war. Heute war es ziemlich heiß, wie immer in Malaysia."

Räikkönen zeigt sich skeptischer, wenn es um die Hilfe der Bedingungen geht: "Ich weiß nicht, ob das den Unterschied macht. In Anbetracht der Vergangenheit vielleicht ja, aber alles wirft es nicht über den Haufen", befürchtet er.

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