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Grand Prix von Singapur

Podest verloren: Ferrari verteidigt Strategie

Kimi Räikkönen konnte in Singapur zwar sehenswert Lewis Hamilton überholen, doch durch einen Patzer seiner Crew verlor der Finne Rang drei wieder.

Mit einem sehenswerten Manöver hatte sich Kimi Räikkönen in Runde 34 an Weltmeister Lewis Hamilton vorbeigeschoben und lag auf Podestkurs. Doch am Ende wurde es in Singapur für den Finnen nichts mit der Champagnerzeremonie, weil der Mercedes-Pilot über die Taktik wieder an Räikkönen vorbei kam, der sich nach 61 Runden mit Rang vier zufriedengeben musste.

"Wir haben es geschafft, ihm den Platz wieder zurückzugeben", ärgert sich Räikkönen nach dem Rennen über den Taktikpatzer seiner Ferrari-Crew. Knackpunkt war die 47. Runde, in der Hamilton von seiner Crew an die Box geholt wurde, um einen Undercut gegen den "Iceman" zu versuchen. Ferrari konterte eine Runde später und gab Räikkönen Ultrasofts mit auf den Weg, doch Hamilton war schon vorbeigezogen und blieb vorne.

"Das ist nicht ideal", resümiert Räikkönen im Anschluss an das Rennen. Im Nachhinein ist man bekanntlich immer schlauer, doch es war ein taktischer Patzer der Ferrari-Crew, Hamilton einen Undercut machen zu lassen. Dass Räikkönen eine Runde später reinkam, war zwar konsequent, aber in letzter Instanz zu spät. Womöglich hätte man Räikkönen draußen lassen können und so ein Risiko eingehen können, doch das wäre wohl schiefgegangen, meint Teamchef Maurizio Arrivabene.



"Ich denke, dass es die richtige Entscheidung war", verteidigt er seine Crew. Denn zu dem Zeitpunkt hätten die 13 Runden alten Softreifen schon starke Abbauerscheinungen gezeigt. "Es war ein Desaster", so Arrivabene. "Man muss es andersherum sehen: Mit dem hohen Abbau hätte uns Mercedes überholt. Wir haben eine Entscheidung aufgrund unserer Daten getroffen. Wir müssen jetzt hinterher schauen, ob unsere Daten korrekt waren."

Am Ende ist es, wie es ist, und Räikkönen kann sich zumindest über ein gelungenes Manöver gegen den Weltmeister freuen, auch wenn dieser durch einen Patzer Hamiltons entstanden war. "Er hat zwar einen Fehler gemacht, manchmal macht man diese aber, weil der andere in deinem Rücken Druck macht. Kimi hat genügend Erfahrung, um das zu fühlen", lobt der Teamchef und meint: "Kimi hat gezeigt, dass er nicht umsonst Weltmeister geworden ist. Er war sehr, sehr gut."
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