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Grand Prix von Singapur

Vettel jubelt über Singapur-Aufholjagd

Sebastian Vettel glänzt im Singapur-Flutlicht mit einer Aufholjagd vom letzten auf den fünften Rang - "Wir haben auf das Safety-Car gehofft."

Der Flutlicht-Stadtkurs in Singapur gilt nicht als die beste Strecke zum Überholen. Sebastian Vettel gelingt auf dem rund fünf Kilometer langen Kurs dennoch eine starke Aufholjagd bis auf den fünften Platz, nachdem der Deutsche vom 22. Startplatz in das Rennen gehen muss. Als Strafe für neue Antriebselemente und ein neues Getriebe, werden 25 Strafplätze seitens der Rennleitung ausgesprochen - bei 22 Fahrern im Formel-1-Feld ist der letzte Startplatz damit sicher.

"Mehr war nicht drin", bilanziert der 29-Jährige. "Am Anfang haben wir in der Runde 20 oder 25 gehofft, dass irgendwann das Safety-Car rauskommt. Aber das kam nicht. Danach war die Lücke sehr groß, aber wir konnten mit zwei frischen Ultrasoft-Reifen gut durch das Feld pflügen und einige Plätze gutmachen."

Zwar kann der Deutsche nach dem turbulenten Start ohne Beschädigungen durch herumfliegende Trümmerteile des Boliden von Nico Hülkenberg weiterfahren, der zum Rennbeginn einen Unfall baut. Doch mehr als der 20. Rang ist in den ersten rund 300 Metern bis zur ersten Kurve nicht drin. "Ich hatte einen ziemlich schlechten Start und habe dann gesehen, dass jemand querschießt", schildert Vettel den Crash des Force-India-Piloten. "Ich habe dann aufgepasst, aber war eh weit weg von dem Auto davor, deswegen konnte ich ein bisschen schauen. Als ich dann ankam, hat sich die Situation schon bereinigt."

Trotz Jubiläum von Bernd Mayländer kein Safety-Car-Einsatz

Nach sechs Runden überholt der Ferrari-Pilot die beiden Manor-Fahrer, bevor Vettel zunächst nicht an Felipe Nasr vorbeikommt. Die Italiener warten recht lange mit dem Boxenstopp, sodass Vettel nach 25. Runden bis auf den sechsten Rang nach vorne gespült wird. "Wir sind langsam in den Rhythmus gekommen und ich hatte die Hoffnung, den Kampf um den vierten Platz eingehen zu können. Aber die Lücke war zu groß. In der Anfangsphase des Rennens haben wir zu viel Zeit verloren. Wir haben auf das Safety-Car gehofft, das nicht kam", verpokerte sich Vettel unten dem Flutlicht in Singapur.

Vettel reiht sich nach dem ersten Boxenstopp auf den 13. Platz ein und somit erneut hinter Nasr, der den Deutschen in der Anfangsphase bereits zur Verzweiflung bringt. Die rasante Einfahrt in die Box, bei der Vettel mit allen vier Rändern über den Randstein fährt, bleibt ohne Folgen.

Auch ohne Podium der Sieger des Tages

In der 27. Runde knackt Vettel den Haas-Piloten Esteban Gutierrez sowie Carlos Sainz direkt auf einen Schlag. In der 43. Runde wechseln die Italiener auf die Ultrasoft-Reifen, Vettel kann die Boxengasse als Sechster verlassen. "Das ist ein Ergebnis, mit dem wir gut leben können. Wir haben ein paar Punkte mitgenommen", freut sich Vettel, der nun "weniger Sorgen, was die Motorenanzahl angeht" habe. Lob gibt es damit auch vom Teamchef Maurizio Arrivabene: "Sebastian hatte ein fantastisches Rennen. Die Entscheidungen bei der Strategie waren korrekt, und er konnte diesen Vorteil bestmöglich umsetzen. Das ist fantastisch."

"Mercedes ist sehr stark, seit drei Jahren gewinnen die mehr oder weniger jedes Rennen", zieht Vettel seinen Hut gegenüber dem WM-Spitzenreiter. "Es wird schwer, die zu schlagen, aber wir sind hier, um zu kämpfen. Das ist auch unser Ziel für die restlichen Rennen des Jahres, wir werden denen nichts schenken", verspricht der Ferrari-Pilot für die in der Formel 1 2016 noch anstehenden sechs Saisonrennen.

Auch ohne Podium gewinnt Vettel in Singapur - zunächst allerdings ohne Trophäe. Bei der Abstimmung der FIA zum "Fahrer des Tages" bleibt die spektakuläre Aufholjagd nicht unbemerkt: Der Ferrari-Pilot gewinnt das Voting, das der Deutsche dankend mit einer Portion Humor zu schätzen weiß: "Das ist schön, vielen Dank - wer auch immer da abgestimmt hat. Gibt es dafür einen Pokal?", schmunzelt Vettel.

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