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Grand Prix von Malaysia

Bremsenexplosion: Haas-Team ratlos

Nach dem doppelten Pannenrennen in Malaysia sucht der Haas-Rennstall nach Erklärungen für Romain Grosjeans explodierte Bremsscheibe.

Das Haas-Team grübelt weiterhin darüber, warum bei Romain Grosjeans Auto in Sepang die Bremsen versagt haben. Der VF-16 landete daraufhin im Kiesbett und krachte in die Streckenbegrenzung. Laut Teamchef Günther Steiner sei das Bremsproblem bei Grosjean nicht mit jenem von Esteban Gutiérrez im April in Bahrain zu vergleichen. "Bei Romains Auto gab es ein Problem mit der Bremsscheibe, die explodiert ist. Wir wissen nicht, warum", konnte der Südtiroler nach dem Grand Prix von Malaysia noch keine näheren Details nennen.

"Uns sind in den Daten zuvor einige Vibrationen aufgefallen. Wir müssen jetzt untersuchen, wie es zu diesem Problem mit der Bremsscheibe kommen konnte, da diese nicht überhitzt war. Die Analysen von solchen Kohlefaserscheiben sind nicht einfach. Das ist eine Wissenschaft für sich, da davon nur noch Staub übrig ist", erklärte Steiner die anstehenden Herausforderungen für die Klärung der genauen Schadensursache.

Dafür solle auch die Produktion dieser Fahrzeugteile unter die Lupe genommen werden, da bis zum nächsten Rennen in Japan nur noch wenige Tage verbleiben. "Vor Japan werden wir keine neuen Teile bekommen, das würde drei Monate dauern", offenbart Steiner die Zwickmühle, in der das Haas-Team steckt, sollte es tatsächlich ein genereller Konstruktionsfehler sein.

Neben den Bremsen bereitet Haas auch ein mitten im Rennen verlorenes Rad Kopfschmerzen. Nach 40 Runden löste sich bei Esteban Gutiérrez das linke Vorderrad, was eine Geldstrafe in Höhe von 5.000 Euro nach sich zog – das Team soll dieses beim dritten Boxenstopp nicht richtig montiert und den Piloten dennoch auf die Strecke zurückgeschickt haben.

"Wir haben alle Teile zurück ins Werk nach Italien geschickt, da nicht klar war, was passiert ist", erklärte Steiner das Prozedere und vermutet ein Problem mit der Radmutter. "Es ist noch zu früh, um daraus Schlüsse zu ziehen, aber vielleicht ist etwas gebrochen", vermutete der Haas-Teamchef einen Materialfehler.

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