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Formel 1: Analyse

So erklärt Pirelli Vettels Reifenschaden

Laut Pirelli hat ein schleichender Plattfuß zum Reifenplatzer von Sebastian Vettel in Silverstone geführt - Kimi Räikkönens Fall wird weiter untersucht.

Sowohl Kimi Räikkönen als auch Sebastian Vettel erlebten in den letzten Runden des Silverstone-Grand-Prix Reifenschäden, die die Ferrari-Piloten wichtige Plätze kosteten: Während Räikkönen noch auf Platz drei ins Ziel kam, fiel Vettel auf den siebten Rang zurück. Sein gelb markierter Soft-Reifen hatte sich vorne links zwei Runden vor Schluss komplett aufgelöst und zwang den Deutschen noch einmal an die Box.

Reifenhersteller Pirelli hat den Schaden untersucht, um der Ursache für den Reifenplatzer auf den Grund zu gehen. Laut Ergebnis führte ein schleichender Plattfuß dazu, dass der Pneu sich letztlich von der Felge löste und komplett aufbrach. Die Fahrt zurück zur Box auf einem Reifen, der immer mehr Druck verlor, habe zum endgültigen Versagen geführt. Den Grund für den schleichenden Plattfuß konnte Pirelli jedoch nicht benennen.

Zwar wurde eine forensische Untersuchung aller Teile angeordnet. Doch weil der Reifen bereits derart zerfleddert war, als Vettel an der Box ankam, konnte die eigentliche Ursache für den Defekt nicht ermittelt werden. Möglicherweise wurde der Reifen durch ein Fremdteil beschädigt. Auch Vettels Bremsplatten, den er sich im Duell mit Valtteri Bottas (Mercedes) zugezogen hatte, könnte eine Rolle gespielt haben. Belege dafür gibt es nicht.

Stattdessen betont Pirelli, dass die Untersuchung der Reifen keine Abnormalitäten gezeitigt habe, was Verschleiß und Temperatur angeht, weshalb die Panne sich nicht ankündigte. Räikkönens Problem werde indes weiter untersucht. Bei seinem Reifenschaden seien weitere Tests und Analysen nötig, um die Ursache zu finden. "Es wird noch ein paar Tage in Anspruch nehmen, um eindeutige Rückschlüsse zu ziehen", heißt es von Pirelli.

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