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Grand Prix von Australien

Bärenstarkes Debüt von Giovinazzi

Sauber-Debütant Antonio Giovinazzi weiß in seinem ersten Qualifying zu überzeugen, auch wenn ihn ein kleiner Fehler um den Einzug in Q2 bringt.

Antonio Giovinazzi ist derzeit der Mann der großen Überraschungen. Kaum einer hätte ihm im Vorjahr zugetraut, als Rookie in der GP2-Serie bis zum letzten Rennen die Meisterschaft anzuführen und letzten Endes hinter Red-Bull-Junior Pierre Gasly Platz zwei zu belegen. Heute konnte der Italiener eine Stufe weiter oben brillieren, nachdem er die Chance bekam, bei Sauber für den unfitten Pascal Wehrlein einzuspringen.

Die unverhoffte Chance wusste Giovinazzi dabei durchaus zu nutzen: Der Ferrari-Testpilot landete in Q1 auf einem beachtlichen 16. Rang und verfehlte den Einzug in das nächste Segment gegenüber seinem Teamkollegen Marcus Ericsson um nicht einmal zwei Zehntelsekunden. Dabei muss man bedenken, dass der Italiener bis zum Samstagstraining keine Vorerfahrung in Melbourne hatte und überhaupt nicht auf einen Einsatz eingestellt war.

"Was für ein besonderer Tag für mich", strahlt der 23-Jährige nach seinem Königsklassen-Debüt. "Schon als Kind war es mein Traum, in der Formel 1 zu fahren. Jetzt bin ich hier", kann er es immer noch kaum glauben. Giovinazzi war schon bei den Testfahrten in Barcelona für Wehrlein eingesprungen, kann ansonsten aber nicht auf Formel-1-Erfahrung zurückgreifen - umso höher ist seine Leistung zu bewerten.

Auch der Italiener selbst ist zufrieden: "Mit der Performance bin ich wirklich glücklich. Mir fehlt nicht viel auf meinen Teamkollegen", betont er und lässt dabei außer Acht, dass er lange Zeit sogar vor Ericsson und auch auf Q2-Kurs lag, bevor er in der vorletzten Kurve einen kleinen Fahrfehler machte und der Schwede noch vorbeischlüpfte.

Dieser spricht angesichts des überstandenen Q1-Segments von einem "ganz ordentlichen ersten Qualifying für uns". Viel war Sauber nach den Testfahrten nicht zugetraut worden, doch in Melbourne konnte man immerhin je einen Haas, McLaren, Williams und Renault hinter sich lassen. In Q2 blieb Ericsson nach einem Fehler in Kurve 9 aber auf Rang 15 hängen. "Das ist eine gute Startposition", sagt er.

Für Giovinazzi wird es morgen darum gehen, sein Grand-Prix-Debüt gut über die Bühne zu bringen. Der Italiener möchte einen guten Start hinlegen und keine Fehler machen - und dann weitersehen. "Auf dieser Strecke noch vieles passieren. Natürlich werde ich nichts unversucht lassen, um das Maximum aus meinem Premierenrennen zu holen", kündigt er an.

Übrigens: Auch in das Strafenregister hat sich der amtierende GP2-Vizemeister schon eintragen lassen. Weil er im Training 1,1 km/h zu schnell in der Boxengasse unterwegs war, muss er 200 Euro zahlen.

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