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Vandoorne: „Sind in anderer Klasse“

Nach Alonso beklagt sich nun auch Stoffel Vandoorne über McLaren-Honda: Wie chancenlos er in Melbourne war, wieso er keinen Spaß hat und kein Land in Sicht ist.

Fernando Alonso machte seinem Ärger über den neuen McLaren-Honda am Melbourne-Wochenende Luft und ließ durch die Blume anklingen, dass sein Geduldsfaden zum Zerreißen gespannt ist. Nun erhält der Spanier Unterstützung von seinem Teamkollegen Stoffel Vandoorne, der ebenfalls klare Worte findet. "Wir konnten nie auch nur um irgendetwas kämpfen", meint der Belgier gegenüber der Tageszeitung La Derniere Heure. "Das liegt daran, dass uns so viel Leistung fehlt. Wir sind wirklich in einer anderen Klasse gefahren."

Obwohl sich Alonso bis zu seinem Ausfall als Zehnter in den Punkterängen befand, besteht für den 25-Jährigen kein Zweifel: "Wir sind mehr oder weniger Letzter. Unser Paket ist wirklich nicht konkurrenzfähig." Alonsos Einschätzung in Melbourne sah ähnlich aus. Vandoorne erreichte tatsächlich als Letzter das Ziel, litt aber während des Rennens unter zahlreichen technischen Problemen.

Dass er schließlich mit zwei Runden Rückstand das Rennen als 13. beendete, war für den McLaren-Piloten eine Überraschung. "Beim Briefing vor dem Rennen, als mir gesagt wurde, was ich alles werde tun müssen, war ich mir sicher, das wir das Rennen nie beenden werden. Dass wir es geschafft haben, ist wahrscheinlich das einzig Positive."

Bei seinem McLaren-Boliden fiel bereits nach wenigen Runden das Lenkrad-Display aus, weshalb er einen vorzeitigen Stopp einlegte. "Ich musste so viel verstellen. Das war nicht möglich, wenn man nichts sieht", erklärt er seine Entscheidung. Dass seine Schnellste Rennrunde am Ende um mehr als sechs Zehntel schneller war als die Bestmarke Alonsos, will er "wegen der aktuellen Lage" nicht überbewerten: "Wir sind beide zu langsam, außerdem hatte ich freie Bahn, während er im Punk fuhr."

Auch bei ihm macht sich bereits Frust breit, obwohl er in Melbourne nach Bahrain im Jahr 2016 erst das zweite Formel-1-Rennen seiner Karriere absolvierte. "Ich bin nicht zufrieden, aber das ist normal", sagt er. "Wenn man drei Sekunden pro Runde verliert, dann macht es keinen Spaß, weil man nicht wirklich Rennfahren kann. Ich hätte gerne mehr gezeigt, aber ich denke, dass ich das Maximum herausgeholt habe."

Besserung ist laut Vandoorne vorerst nicht in Sicht: "Wir rechnen in China und in Bahrain mit neuen Teilen. Wir werden versuchen, uns zu verbessern, aber wir wissen, dass das lange dauern wird. Die kommenden Rennen werden ähnlich schwierig."

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