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Grand Prix von Belgien

Alonso: „Marktwert noch nie so hoch“

Am Funk geht es heiß her, doch nach dem Rennen spielt Fernando Alonso seinen Ausfall in Spa herunter - Eine klare Aussage zu seiner Zukunft vermeidet er.

Nach der ersten Runde des Großen Preises von Belgien 2017 lag Fernando Alonso auf einem sensationellen siebten Platz. Für einen Moment war der Spanier "Best of the Rest" hinter den drei Topteams. Doch von da an ging es mit seinem Rennen nur noch bergab. Erst wurde er im Feld gnadenlos durchgereicht, weil er mit dem Honda-Motor auf der Geraden völlig chancenlos war, und am Ende sorgte wieder einmal ein Motorenproblem dafür, dass er den Grand Prix vorzeitig beendet musste.

"Es war ein Motorenproblem. Ich habe leider Leistung verloren", berichtet der Spanier. Er winkt allerdings ab: "Aber es war sowieso ein schwieriges Rennen, und Punkte waren wahrscheinlich unmöglich." Von daher kann er seinen Ausfall auch relativ gelassen nehmen - nachdem sein Puls während des Rennens zuvor noch auf 180 war. Am Funk des Spaniers wurde es immer wieder laut - und für den Zuschauer unterhaltsam.

Zunächst bezeichnete er den Motor als "peinlich" - das kennt man aus der Vergangenheit bereits. Dann erklärte er, dass das Rennen sowieso nur ein "Test" sei, und dann forderte er sein Team sogar auf, den Funkverkehr komplett einzustellen. "Auf der Geraden wurde ich jedes Mal noch vor der DRS-Zone überholt", berichtet Alonso. Er habe daher auch keine Hinweise der Ingenieure mehr gebraucht, weil er sowieso chancenlos war.

"Nächste Woche wird es auch wieder so werden - oder schlimmer", erklärt Alonso, der sich die Reise nach Monza aus sportlicher Sicht wohl am liebsten sparen würde. Auch auf die Frage, was sich 2018 ändern muss, gibt er eine eindeutige Antwort: "Es muss nur eine Änderung geben ..." Er spricht es zwar nicht aus, doch es ist klar, dass er damit den Honda-Motor meint.



Besonders bitter: Er bezeichnet das Debakel in Spa als "normales Rennen". Alleine das zeigt bereits, dass der Spanier überhaupt kein Vertrauen mehr in Honda hat. Der Frage, ob McLaren den Motor wechseln muss, damit er seinen Vertrag verlängert, weicht er allerdings aus. Seine Reaktion: "Wir müssen abwarten, was in den nächsten Wochen passiert. Ich fühle mich wohl im Team, aber wir hatten drei schwierige Jahre."

"McLaren ist eines der besten Teams auf der Welt, daher würde ich gerne weiter für sie fahren", erklärt Alonso diplomatisch. Wirklich große Alternativen hat der Ex-Weltmeister ohnehin nicht. Ferrari und Red Bull sind für 2018 bereits dicht, und bei Mercedes ist die Verlängerung mit Bottas nur noch Formsache. Wie realistisch das jüngste Williams-Gerücht ist, ist ebenfalls fraglich.

Doch Alonso selbst gibt sich trotzdem optimistisch und erklärt: "Ich glaube, mein Marktwert war noch nie so hoch wie jetzt. Das sehe ich an den Angeboten, die mir vorliegen." Ins Detail geht er dabei allerdings nicht. Lob gibt es übrigens noch für seine Crew. "Das Team arbeitet sehr hart. Ich weiß, dass die Jungs an diesem Wochenende nur wenig geschlafen haben", verrät Alonso. Doch letztendlich war der Einsatz - wieder einmal - komplett umsonst ...

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