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Grand Prix von Brasilien

Alle drei Topteams Kopf an Kopf

Hochspannung am Freitag in Sao Paulo: Lewis Hamilton fährt zweimal Bestzeit, aber bei den Longruns liegen Mercedes, Ferrari und RBR fast gleichauf.

Lewis Hamilton startet als Tagesschnellster in den Grand Prix von Brasilien in Sao Paulo . Nach seiner Bestzeit am Freitagmorgen setzte er sich auch im zweiten Freien Training am Nachmittag an die Spitze. Der Mercedes-Fahrer blieb mit einer Bestzeit von 1:09.515 Minuten allerdings über seinem einige Stunden zuvor aufgestellten Streckenrekord von 1:09.202 Minuten.

Das lag einerseits daran, dass die Asphalttemperaturen höher waren als am Vormittag, andererseits aber auch an fehlerhaften schnellen Runden beider Mercedes-Fahrer. Hamilton musste seinen ersten Versuch abbrechen und hatte somit keine ganz frischen Supersoft-Reifen mehr, als er nach einer Abkühlrunde nochmal auf Zeitenjagd ging. Und Valtteri Bottas, der um 0,048 Sekunden langsamer war als sein Teamkollege, baute einen Schnitzer in seine Runde ein.

Auch Ferrari schöpfte das Potenzial auf die schnelle Einzelrunde nicht ganz aus. Sebastian Vettel (4./+0,360) war mit seiner Balance nicht hundertprozentig zufrieden, Kimi Räikkönen (6./+0,602) klagte vor allem zu Beginn der Session über Vibrationen. Aber der "Iceman" lässt sich davon nicht aus der Ruhe bringen: "Solche Vibrationen von den Reifen sind am Freitag ganz normal", winkt er ab.

Letztendlich war die Scuderia auf Augenhöhe mit Daniel Ricciardo (3./+0,228) und Max Verstappen (5./beide Red Bull/+0,371) nur Mercedes-Verfolger. "Mercedes scheint ein bisschen vor uns zu sein", räumt Vettel ein. "Dahinter ist es ziemlich eng zwischen uns und Red Bull. Ich glaube, dass wir die Balance noch feintunen können. Aber Mercedes zu schlagen, wird schwierig. Die scheinen unter allen Bedingungen schnell zu sein."

Bei den abschließenden Longrun-Tests mit viel Benzin und gebrauchten Reifen lagen die drei Topteams jedoch Kopf an Kopf. Sowohl Mercedes als auch Ferrari und Red Bull konnten auf gebrauchten Supersofts anfangs 1:13 tief fahren und sich dann auf 1:13 mittig konsolidieren. Allerdings schienen die Reifen bei Red Bull am schnellsten abzubauen. In Interlagos ist bekanntlich Graining der Vorderreifen ein traditionell heikles Thema.

Als die Topstars dann für den zweiten Longrun auf gebrauchte Softs wechselten, legte Hamilton zunächst eine Highlight-Zeit von 1:12.5 Minuten hin. Später pendelten sich die Zeiten aller Topteams knapp unter 1:13 Minuten ein. Die Ausgangslage für das Rennen könnte kaum spannender sein, aber: "Ich habe nur das Gefühl, dass Hamilton irgendwie noch Reserven hat", meint Formel-1-Experte Marc Surer.

Verstappen hat etwas dagegen: "Unser Auto war in den letzten paar Rennen definitiv am schnellsten. Wir brauchen nur ein bisschen mehr Topspeed. Aber das Auto ist gut." Auf die Frage, ob er in Interlagos gewinnen kann, antwortet er trocken: "Weiß ich noch nicht. Der Mercedes ist schon schnell. Aber wenn wir noch zulegen können, sind wir dran."

"Best of the Rest" war im zweiten Training Esteban Ocon (Force India) mit nur 0,791 Sekunden Rückstand. Der Franzose hatte aber auch einmal Grund sich zu ärgern: "What the fuck ist Hülkenberg doing?", grummelte er in den Boxenfunk. Dabei wollte der Deutsche (9./Renault/+0,881) nur an ihm vorbei - und wäre beinahe aufgefahren, weil Ocon vor der Zielkurve bummelte, um Schwung zu holen.

Lokalmatador Felipe Massa (8./Williams/+0,858), am Freitagmorgen noch "Best of the Rest", fiel im zweiten Training auf Platz acht zurück. Er sorgte aber auch für eine der kurioseren Szenen, als er durch die Boxengasse fuhr und einen bisher nicht identifizierten Gegenstand in Richtung der Williams-Box schmiss. In FT2 hatte er am Ende 0,858 Sekunden Rückstand auf Hamilton und 0,691 Sekunden Vorsprung auf Teamkollege Lance Stroll (14.).

Zehnter wurde Fernando Alonso (McLaren/+1,140), der zwischendurch mal ein paar Minuten ungeplante Trainingspause einlegen musste. Teamkollege Stoffel Vandoorne (13./+1,387) leistete sich im Senna-S einen heftigen Dreher, bei dem er einen Reifensatz durchschliff. Und Marcus Ericsson (19./Sauber/+2,474) landete einmal in Kurve 11 in der Barriere, konnte aber danach weiterfahren. Auch bei ihm waren die Reifen danach unbrauchbar.

Die beiden Toro Rossos, die nach den Motorschäden am Vormittag Aufholbedarf hatten, absolvierten am Nachmittag ein intensives Trainingsprogramm und kamen gemeinsam auf 98 Runden. Pierre Gasly (+1,907) wurde 16., Brendon Hartley (+2,306) 17. Damit landeten sie unmittelbar vor Pascal Wehrlein (Sauber/+2,342), der FT1 ausgelassen hatte, Ericsson und Haas-Freitagstestfahrer Antonio Giovinazzi (+2,902), der ausnahmsweise erst am Nachmittag fahren durfte.

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