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Grand Prix von China

Alonso lobpreist „unglaubliches“ Rennen

Wie schon in Australien will Fernando Alonso in China eines seiner besten Rennen gefahren sein, doch wie schon beim Auftakt hielt das Auto nicht durch.

Fernando Alonso scheint bislang die Saison seines Lebens zu fahren, doch sein McLaren-Honda macht ihm immer wieder einen Strich durch die Rechnung. Nachdem er in Australien schon eines seiner besten Rennen gefahren haben will, war es für ihn beim Lauf in China ähnlich: "Ich möchte mich nach Australien nicht wiederholen, aber es war unglaublich, eines meiner besten Rennen", verkündet er nach dem Grand Prix stolz.

Der Spanier lag auf einem überraschend starken siebten Rang, als sein Bolide wieder einmal den Geist aufgab. Ein Problem an der Antriebswelle riss Alonso und McLaren aus allen Punkteträumereien. "Das ist ziemlich schmerzhaft, wenn man in den Punkten ist", resümiert ein enttäuschter Alonso, der sich bis zu jener 33. Runde aber wieder einmal nichts vorzuwerfen hat.

Denn bis dahin hatte Alonso bei schwierigen Verhältnissen jede Menge Spaß. Von Startplatz 13 ging es innerhalb weniger Runden bis auf Rang sechs nach vorne. "Das waren ein paar fantastische Runden und eine Überraschung", strahlt er. Eigentlich hatte Alonso gehofft, dass die Bedingungen zu diesem Zeitpunkt schwierig bleiben, weil sich die Konkurrenz nach Fehlern reihenweise verabschiedete, doch leider für McLaren wurde es besser.

Doppelausfall tut McLaren weh

"Wir haben unsere Möglichkeiten ausgeschöpft, aber die Strecke trocknete ab und wir fielen zurück", so Alonso, für den Rang sieben zu diesem Zeitpunkt eine Sensation war. Doch die Pace des Autos war weiterhin überraschend gut, vor allem in den Kurven, wie der Spanier am Funk erklärte. Laut ihm sei man in den Kurven das schnellste Auto, doch das sei eher so eine Art Gefühl gewesen, wie er hinterher meint.

"Sie haben mir gesagt, dass der Kerl vor mir der Schnellste sei. Ich habe gesagt, er ist der Schnellste auf den Geraden, weil ich ihm folgen und in den Kurven aufholen kann", sagt er. Das Ende war mit dem Ausfall jedoch wieder ernüchternd. Für McLaren war das Rennen sogar komplett vorzeitig beendet, weil auch Teamkollege Stoffel Vandoorne zu diesem Zeitpunkt bereits ausgeschieden war.

"Wir haben Leistung verloren. Ich kenne den genauen Grund nicht, aber ich glaube, dass es ein Problem mit der Benzinzufuhr gab", beschreibt der Rookie sein Aus. Zwar konnte der Belgier nicht ganz in den Sphären Alonsos fahren, dennoch genoss auch er den kurzen Moment bei schwierigen Bedingungen: "Es war ein kurzes, aber ein aufregendes Rennen", sagt er.

Alonso: Sollten stolz auf erste Runden sein

Doch wie Alonso hatte auch Vandoorne Probleme, als die Strecke trockener wurde. Zwar stimmt er seinem Teamkollegen zu, dass der Bolide in den Kurven wirklich schnell ist, doch durch die mangelnde Motorenleistung von Honda könne man in Zweikämpfen nichts ausrichten: "Die Pace war ziemlich vielversprechend, aber mit dem fehlenden Speed auf der Geraden ist es für uns unmöglich zu überholen", so Vandoorne.

Im Team sieht man vor dem nächsten Rennen in Bahrain jedoch die positiven Dinge: "Heute haben wir wieder bewiesen, wie hungrig wir auf das Ergebnis waren", betont Alonso. "Aber leider sind wir noch nicht stark genug, um das Rennen zu beenden. Für die fehlende Zeit bei den Wintertests bezahlen wir jetzt den Preis."

Der Spanier findet es schade, dass man die gute Chance heute nicht nutzen konnte. "Wir werden dieses Rennen vermutlich nicht wiederholen können. Aber wir sollten stolz darauf sein, was wir in den ersten Runden gemacht haben."

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