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Grand Prix von Großbritannien

FT3: Pole-Duell Hamilton vs. Vettel

Lewis Hamilton und Sebastian Vettel sichern sich die Favoritenrolle für das Qualifying - Nico Hülkenberg überrascht und schlägt schwächelnde RBRs.

Lewis Hamilton sicherte sich die Bestzeit im Abschlusstraining zum Grand Prix von Großbritannien in Silverstone . Der Mercedes-Fahrer war um 0,032 Sekunden schneller als Sebastian Vettel (Ferrari), dem auf seiner Runde allerdings ein leichter Schnitzer in der Stowe-Kurve unterlief. In den ersten beiden Sektoren hatte Vettel Bestzeit aufgestellt.

Im Hinblick auf das Qualifying deutet alles auf ein Pole-Duell zwischen den WM-Rivalen Hamilton und Vettel hin. Zwar lag auch Valtteri Bottas (3./Mercedes) nur 0,074 Sekunden hinter dem Spitzenduo, aber der Finne geht mit einer Plus-Fünf-Strafe vorbelastet ins Qualifying. Übrigens genau wie Daniel Ricciardo (Red Bull), der mit 1,549 Sekunden Rückstand Fünfter wurde.

Red Bull scheint in Silverstone nur dritte Kraft zu sein. Allerdings blieb Max Verstappen (8./+1,841) am Samstagmorgen eine wirklich schnelle Runde schuldig, weil es zu regnen begann, als er als Letzter der Topfahrer mit frischen Supersofts auf die Strecke ging. Der Niederländer kam prompt von der Strecke ab, wurde wegen gelber Flaggen gewarnt. "Ja, wegen mir!", funkte er zurück.

Für eine Überraschung sorgte Nico Hülkenberg (Renault), der bisher an diesem Wochenende noch nicht aufzeigen konnte. Aber seine Supersoft-Runde spülte ihn auf Platz fünf, vor beiden Red Bulls und 1,417 Sekunden hinter Hamilton. Seinem Teamkollegen Jolyon Palmer nahm er acht Zehntelsekunden ab. Aber Renault scheint einen guten Start in den Samstag erwischt zu haben.

Felipe Massa (+1,896) fuhr mit den Williams-Updates auf Platz neun; Lance Stroll konnte hingegen seine schnelle Runde nicht beenden und wurde Letzter. Force India deckte die Karten ebenfalls noch nicht auf. Dafür macht aber McLaren einen starken Eindruck: Stoffel Vandoorne (+2,025) auf P10, Fernando Alonso (+2,075) auf P10. Zu dumm, dass Alonso wieder von hinten starten muss.

Pascal Wehrlein (Sauber) hatte zu Beginn der Session Schwierigkeiten, das Tempo seines Teamkollegen zu gehen, und äußerte dies auch am Funk. Bis zum Ende rückte er die Sache jedoch zurecht: Platz 18, neun Tausendstelsekunden vor Marcus Ericsson - aber zweieinhalb Sekunden hinter der Spitze. Zumindest ist Sauber näher ans Mittelfeld herangerückt als gestern.



In der letzten Viertelstunde des Abschlusstrainings wurde der Regen so stark, dass nicht mehr normal trainiert wurde. Vandoorne ging als Erster für eine Schnupper-Runde auf Intermediates raus, später machten es ihm einige andere nach. Doch so kurz vor dem Qualifying wollte natürlich keiner einen Blechschaden riskieren.

Das wäre nämlich beinahe Ricciardo passiert, als er beim Rausbeschleunigen aus der letzten Kurve etwas zu optimistisch aufs Gas stieg und sich drehte. Der Red-Bull-Fahrer hatte Glück, nirgendwo einzuschlagen. Und auch Ericsson rutschte in den letzten Minuten, als der Regen immer stärker wurde, von der Strecke.

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