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Grand Prix von Großbritannien

Getriebeschaden: Bottas erhält Strafe

Mercedes entschloss sich in Silverstone das angeschlagene Getriebe des Finnen zu tauschen - Spätfolge des Baku-Rennens?

Der nächste Getriebeschaden und die nächste Strafe bei Mercedes: Wie am Freitagabend nach dem zweiten Freien Training zum Großbritannien-Grand-Prix in Silverstone bekannt wurde, müssen die Silberpfeile das Bauteil am Auto Valtteri Bottas' tauschen. Weil der Rückgriff auf das neue Material nicht turnusgemäß erfolgt, erhält der Finne eine Rückversetzung um fünf Plätze in der Startaufstellung. Heißt: Selbst mit Rang eins im Qualifying fährt Bottas am Sonntag nur von Position sechs aus los.

Die Defektursache ist die gleiche, die schon Teamkollege Lewis Hamilton beim Österreich-Rennen heimgesucht hatte: eine Beschädigung eines Lagers, die aus dem WM-Lauf in Aserbaidschan stammt. Bei einer Routineuntersuchung nach der Rückreise aus Baku hatten die Mercedes-Techniker aber vermutet, dass das Bottas-Getriebe nicht so stark in Mitleidenschaft gezogen worden wäre wie das des Briten und es zunächst im Auto belassen.

Sie wollten sich bis zum Ungarn-Grand-Prix in zwei Wochen retten, um anschließend ohne Strafe zu tauschen. Doch die Belastung in Spielberg stellte sich als zu intensiv heraus. Mit einem baldigen Getriebeschaden und folglich mit einem Ausfall war zu rechnen. Offenbar, weil ein Lager seinen Geist aufzugeben drohte. Mercedes wollte nichts riskieren und griff ein - zumal die Sanktion in Silverstone wohl verschmerzbarer ist als auf dem engen Kurs in Budapest. "Die Sache liegt jetzt hinter uns", heißt es aus dem Team. Das Problem sei "verstanden und eingedämmt".

Seit wann die Maßnahme feststand, ist nicht bekannt. Im Fall Hamilton war sie schon weit vor der Anreise an den Rennplatz beschlossen worden, aus taktischen Gründen jedoch geheim gehalten worden. Mercedes hatte die Gegner im Unklaren lassen und verhindern wollen, dass sie ihre Trainingsprogramme an die Situation anpassen.

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