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Grand Prix von Italien

Ferrari: Die Pace fehlt, keiner weiß wieso

Ferrari rätselt nach dem schwachen Qualifying von Monza über die Gründe für die Startplätze sieben und acht: Doch noch glimmt die Hoffnung für morgen.

Der große Verlierer beim Qualifying der Formel 1 in Monza trägt Rot und heißt Ferrari. Ausgerechnet beim Heimspiel in Italien erlebte die Scuderia ein echtes Waterloo und ging mit den Rängen sieben und acht für Kimi Räikkönen (+2,433 Sekunden) und Sebastian Vettel (+2,510) baden.

Dementsprechend kurz angebunden ist Sebastian Vettel nach dem Qualifying: "Ich bin mit dem Ergebnis nicht zufrieden, aber das ist keine Überraschung", sagt er mit leicht angesäuerter Miene. Bei Ferrari rätselt man, wieso man heute einen so großen Abstand zur Konkurrenz hatte. Auch Vettel kann erst einmal nur mit den Schultern zucken: "Wenn ich es wüsste, würde ich es sagen. Uns hat anscheinend etwas Speed gefehlt."

Überrascht war der Deutsche vor allem darüber, wie schnell die anderen fahren konnten. Hamilton war mehr als 2,5 Sekunden schneller als der Heppenheimer, doch auch vermeintliche Außenseiter wie Esteban Ocon (Force India) oder Lance Stroll (Williams) fuhren konstant schneller als beide Ferraris. "Wir konnten eindeutig nicht die gleiche Pace fahren und wissen derzeit nicht wieso", rätselt Vettel. "Irgendetwas hat nicht geklappt. Aber jetzt ist es, wie es ist."



Dass es an den Reifen gelegen habe, verneint er. Vettel fuhr zunächst auf Intermediates und musste dann auf die Regenreifen wechseln. Wäre er gleich mit den Full-Wets rausgefahren, hätte das auch keinen Unterschied gemacht, sagt er. "Ich bin danach direkt rein - wie andere auch. Daran lag es nicht", winkt er ab. "Der Extreme war schon die richtige Wahl - eine Alternative gab's nicht. Wir kamen einfach nicht gut zurecht."

Ähnliches weiß auch sein Teamkollege Kimi Räikkönen zu berichten. Er habe Probleme mit dem Grip gehabt, erklärt der Finne. "Was immer es auch war, es war sehr rutschig. Man kann nicht genug Kraft in die Reifen packen, und es ist einfach eine endlose Geschichte", seufzt er und fasst das Dilemma in fünf Worten zusammen: "Wir waren nicht schnell genug."

Doch für Ferrari gibt es auch einen Silberstreif am Horizont. Zum einen rückt man durch die Strafversetzung der Red Bulls noch zwei Startplätze nach vorne, zum anderen sollte das Wetter morgen deutlich freundlicher ausschauen. Die Scuderia geht davon aus, dass man im Trockenen deutlich konkurrenzfähiger sein dürfte, wodurch man gute Chancen auf das Podium haben sollte.

"Wir haben ein gutes Auto, von daher müssen wir keine Angst haben", unterstreicht Vettel. "Morgen können wir viel Boden gutmachen. Wir wissen, dass das Auto schnell ist, und man kann hier gut überholen. Es sollte ein spaßiges Rennen werden."
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