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Palmer: „Dränge andere jetzt auch ab“

Nach dem Zwischenfall mit Fernando Alonso kündigt Jolyon Palmer an, ab jetzt auch radikal gegen andere Piloten vorzugehen - Kein Verständnis für FIA-Entscheidung.

Jolyon Palmer hat noch immer kein Verständnis dafür, dass Fernando Alonso beim Großen Preis von Belgien keine Strafe bekam. Die beiden gerieten in Spa im Rennen aneinander und lieferten sich über mehrere Kurven einen Rad-an-Rad-Kampf, bevor Alonso Palmer, der außen überholen wollte, von der Strecke drängte. Im Fahrerbriefing am Freitag wurde das Thema noch einmal angesprochen, doch mit der Erklärung der FIA ist der Renault-Pilot noch immer nicht einverstanden.

Renndirektor Charlie Whiting erklärte den Fahrern, dass Alonso keine Strafe bekommen habe, weil er seine Nase im Kurvenscheitelpunkt vor Palmer gehabt habe. "Ich denke, es ist eine Wischiwaschi-Erklärung", winkt Palmer ab, als er am Samstag noch einmal auf die Situation angesprochen wird. "Es ist eine Frage von Zentimetern - aber im Rennen kannst Du das nicht einschätzen", erklärt er.

"Außerdem habe ich mir die Onboard noch einmal angesehen", verrät er und ergänzt: "Im Scheitelpunkt bin ich vor Fernando - vielleicht nur ein oder zwei Zentimeter, aber meiner Meinung nach bin ich vorne. Trotzdem werde ich rausgedrückt." Er ist daher "nicht komplett glücklich" mit der Begründung der FIA - zumal es auch für die Stewards "unmöglich" sei, diesen marginalen Unterschied zu beurteilen.

"Mir ist es egal, denn es liegt in der Vergangenheit", stellt Palmer klar. "Aber ich glaube, wenn es ein anderer Fahrer als Fernando gewesen wäre, dann hätte es vielleicht auch eine Strafe gegeben. Aber die Leute denken, dass er die Situation immer unter Kontrolle hat, weil er ein zweimaliger Weltmeister ist", glaubt Palmer und wirft den Rennkommissaren in diesem Zusammenhang fehlende Konstanz vor.

Er ist noch immer der Meinung, dass sich das Manöver von Alonso in Belgien nur minimal von dem von Kevin Magnussen in Ungarn unterscheidet. Zur Erinnerung: Magnussen bekam für das Abdrängen von Nico Hülkenberg eine Strafe. Die FIA begründet das damit, dass Hülkenberg die Nase in der Kurve bereits vorne gehabt habe. Doch laut Palmer könne man diesen Unterschied nur "mit dem Mikroskop" sehen.

Mit der Klarstellung der FIA ist er auch insgesamt nicht glücklich. "Es ändert die Art, wie wir fahren. Denn jetzt haben wir eine Regel, die es uns erlaubt, ein Auto abzudrängen, das außen und hinter dir ist", erklärt er und spricht von einer "dummen" Regel. "Jetzt kann niemand mehr außen überholen", warnt Palmer und erinnert: "In diesen Autos ist das Überholen sowieso nicht einfach."

"Jetzt nimmt man den Fahrern auch noch den Mut, es zu versuchen", erklärt er. Denn jetzt müsse sowieso davon ausgehen, abgedrängt zu werden. "Wenn es die Regel ist, dann muss es auch konstant sein. Das kann ich akzeptieren, aber dann mache ich es auch so", kündigt er an und ergänzt: "Wenn mich jetzt jemand außen überholen möchte, dann werde ich ihn natürlich abdrängen ..."

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