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Grand Prix von Japan

Pirelli erwartet Zweistopp-Strategien

Pirelli erwartet beim Grand Prix von Japan spannende und strategische Zweistopp-Strategien - Teams haben wegen Regen weniger Informationen.

Pirelli erwartet beim Formel-1-Rennen in Suzuka am Sonntag strategische Zweistopp-Strategien der Teams, weshalb das Rennen in der Boxengasse besonders spannend ausfallen soll. Bisher waren die Boxenstopp-Strategien in der Formel-1-Saison 2017 einheitlich und überschaubar.

Aufgrund des Regens im zweiten Freien Training haben die Rennställe zudem nur wenige Informationen über den Abnutzungsgrad der Reifen sammeln können. Der italienische Reifenhersteller erwartet, einen zweiten Stopp pro Team, da die superweichen Gummis, auf denen die Piloten in den Top 10 starten werden, nicht lange genug für einen einzigen Boxenstopp halten würden.

Die Teams werden weniger Informationen über die Reifen zur Verfügung haben als gehofft. Daher ist es sehr schwierig, für das Rennen am Sonntag eine Prognose zu erstellen. "Im ersten Freien Training haben einige Teams viel Sprit am Bord gehabt", analysiert Pirelli-Motorsportchef Mario Isola die Situation. "Sie wollten vor allem bezüglich der superweichen Reifen wichtige Informationen sammeln. Es wurden kaum längere Stints gefahren, da keine Zeit dafür blieb."

Laut den Simulationen und aufgrund der fehlenden Daten von der Strecke glaubt Pirelli daher, dass die Teams im Rennen am Sonntag zweimal an die Box kommen müssen. Eine Einstopp-Strategie sei sehr riskant und daher weniger sinnvoll. "Es wird voraussichtlich nicht funktionieren, einen langen Stint mit den superweichen Reifen zu fahren", so Isola weiter.

"Wenn das Qualifying im Trockenen stattfindet, müssten die superweichen Gummis der Top-10-Piloten mindestens 22 Runden überstehen." Gerade für eine Strecke wie in Suzuka wäre das viel zu viel. In Japan sei das Limit bei ungefähr 20 Runden. Die Lebensdauer der weichen Reifen liegt hingegen bei rund 30 bis 35 Runden. Da ein Boxenstopp in Japan ohne den eigentlichen Wechsel nur 18 Sekunden dauert, würden die Teams bei einer Zweistopp-Strategie nicht viel Zeit verlieren.

Laut Isola betrug im Training der Unterschied zwischen der weichen und superweichen Mischung ungefähr 0,7 Sekunden. Da die weichen Reifen etwas Zeit benötigen, um auf Betriebstemperatur zu gelangen, wird es für die Fahrer sehr schwierig werden, einen Undercut durchzuführen.

Mit der superweichen Mischung sei das Problem hingegen nicht aufgetreten, so Isola. Sollten am Sonntag unter trockenen Bedingungen dieselben Temperaturen vorherrschen wie am Freitag, würden die Fahrer wieder Probleme damit haben, die Reifen aufzuwärmen und den Vorteil der neuen Gummis auszuspielen.

Suzuka sei zudem eine Strecke mit einer Menge seitlicher Belastung, erklärt Isloa. "Im vergangenen Jahr hat sich das vor allem auf den rechten Vorderreifen ausgewirkt. Am Morgen hatten wir aber an allen vier Reifen etwas Abrieb entdeckt." Trotzdem sei das Körnen in diesem Jahr deutlich ausbalancierter, weshalb es schwierig sei, die Schlüsselkurve auf dem japanischen Kurs auszumachen.

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