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Grand Prix von Kanada

Montreal-Strecke bekommt neues Gewand

Für 48 Millionen Dollar soll die Rennstrecke in Montreal bis 2019 umgebaut werden - Neuer Vertrag für Periode 2025 bis 2029 kurz vor Abschluss.

Der Circuit Gilles Villeneuve, der 4,361 Kilometer lange Kurs, auf dem alljährlich der Große Preis von Kanada ausgetragen wird, soll renoviert werden. 2019 sollen die Umbauarbeiten der veralteten Boxenanlage und anderen Gebäuden im Fahrerlager auf der Ile de Notre Dame abgeschlossen sein. Wie James Allen on F1 berichtet, sollen die Renovierungsarbeiten rund 48 Millionen Dollar (43 Millionen Euro) verschlingen.

Ursprünglich sollten die Kosten "nur" 30 Millionen Dollar (27 Millionen Euro) betragen, doch mittlerweile rechnen die Streckenbetreiber mit weitaus höheren Ausgaben. Schon 2014 forderte Bernie Ecclestone von den Organisatoren des Kanada-Grand-Prix, dass der Kontrollturm, das Fahrerlager und das Medical Center renoviert werden sollten und äußerte Sicherheits- und Komfortbedenken über die in die Jahre gekommenen Anlagen. Der frühere Formel-1-Zampano machte die Umbauarbeiten zur Bedingung dafür, dass bis einschließlich 2024 in Montreal gefahren wird.

Die neuen Formel-1-Bosse von Liberty ließen Änderungen an den bereits existierenden Umbauplänen vornehmen, weshalb es zu erneuten Verzögerungen kam. "Wir arbeiten an den neuen Plänen und Zeichnungen. Nach dem Rennen 2018 werden wir mit den Bauarbeiten an den gegenwärtigen Gebäuden beginnen", sagt Francois Dumontier, Präsident des Montreal-Veranstalters Octane Racing Group. "Wir rechnen mit der Fertigstellung bis 2019."

Wenig Platz auf der Ile de Notre Dame

Viel Platz für die Umbaumaßnahmen haben die Bauarbeiter allerdings nicht. Die Rennstrecke befindet sich auf einer kleinen Insel im Sankt-Lorenz-Strom. Das Ruderbecken der Olympischen Sommerspiele 1976 verläuft direkt hinter den Bürocontainern und Hospitalities der Teams. Diese wurden bereits vor dem Rennen 2017 für rund 4 Millionen Dollar (3,5 Millionen Euro) erneuert.

"Wir gehen davon aus, dass die zusätzlichen Kosten in Höhe von 18 Millionen Dollar (16 Millionen Euro) von der Regierung Quebec übernommen werden", wird Noemie Briere-Marquez, Sprecherin des Bürgermeisters von Montreal, Denis Coderre, zitiert.

Neuer Vertrag kurz vor Unterzeichnung

Die ursprünglich veranschlagten 30 Millionen Dollar werden von der Stadt Montreal übernommen. Außerdem müssen jedes Jahr weitere 1,7 Millionen Dollar (1,5 Millionen Euro) aus der Stadtkasse für den Auf- und Abbau der Tribünen und des Fahrerlagers fließen.

Um sicherzustellen, dass zwischen 2025 und 2029 der Große Preis von Kanada auf dem Circuit Gilles Villeneuve ausgetragen wird, müssen 98,5 Millionen Dollar (88 Millionen Euro) an die FOM (Formula One Management) bezahlt werden. Damit erhöht sich die Gebühr um fünf Prozent im Vergleich zur bestehenden Vereinbarung mit Gültigkeit bis 2024.

Der Vertrag für die neue Periode soll in dieser Woche unterzeichnet und bekanntgegeben werden. Er soll eine Klausel enthalten, nach der der Promoter Octane Racing Group entlassen werden kann, sollte er die Vertragsbedingungen nicht einhalten.

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