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Grand Prix von Mexiko

Aufholjagd mit "bestem Auto im Feld"?

Alonso schwärmt nach dem Mexiko-Qualifying von der Performance des McLaren-Chassis und ärgert sich über PS-Defizit - Vandoorne in Q1 mit viel Sprit unterwegs.

Mit den Positionen fünf für Fernando Alonso und 13 für Stoffel Vandoorne hinterließ McLaren im ersten Qualifying-Segment (Q1) zum Grand Prix von Mexiko in Mexiko-Stadt einen starken Eindruck, wenn man die bisherigen Ergebnisse dieser Saison zu Grunde legt. Doch "natürlich" gibt es auch diesmal wieder Strafen in Form von Rückversetzungen in der Startaufstellung, weil diverse Honda-Antriebskomponenten gewechselt wurden.

Für Alonso geht es trotz seiner "Monsterrunde", wie sie von McLaren-Rennleiter Eric Boullier bezeichnet wurde, auf den 18. Startplatz nach hinten. Am Auto des Spaniers wurden der Verbrennungsmotor, der Turbolader und die MGU-H gewechselt. Teamkollege Vandoorne startet von Platz 19. Im MCL32 des Belgiers wurden gleich alle sechs Antriebskomponenten getauscht: Verbrennungsmotor, Turbolader, MGU-H, MGU-K, Energiespeicher und Steuerungselektronik.

Um neu entwickelte Teile handelt es sich dabei allerdings nicht. "Ich fahre mit einem älteren Motor. Es ist kein Upgrade", bemerkt Vandoorne, als er auf den Wechsel des gesamten Antriebsstrangs an seinem Auto angesprochen wird. Alonso bestätigt dies, wenngleich in seinem Fall "nur" die Hälfte der Komponenten getauscht wurde: "Es ist ein alter Motor."

In Q2 verzichteten sowohl Alonso als auch Vandoorne auf gezeitete Runden, weil ihnen klar war, dass sie reglementbedingt ohnehin nach hinten rücken müssen. Einzig Toro-Rosso-Pilot Pierre Gasly startet im Rennen noch hinter dem McLaren-Duo, weil er aufgrund von technischen Problemen gar nicht erst zu Q1 antreten konnte. "Wir haben in Q2 einfach versucht, ein bisschen Reifen für das Rennen zu sparen", meint Alonso, fügt aber wenig später hinzu: "Wir hatten in Q2 ein Problem mit dem Turbo. Das wurde aber behoben. Ich denke, jetzt ist alles unter Kontrolle. Hoffentlich können wir das Rennen zu Ende fahren."

Alonso lobt McLaren: "Bestes Auto im Feld"

Insgesamt zeit sich Alonso zufrieden: "In Q1 haben wir gezeigt, wie stark wir hier sind. Mit der Performance des Autos bin ich extrem zufrieden." Wie ist dem Spanier die von McLaren-Rennleiter Boullier als "Monsterrunde" bezeichnete Q1-Runde, die nur 0,192 Sekunden langsamer war als die Q1-Bestzeit von Lewis Hamilton, gelungen?

"Ich weiß es gar nicht so genau", meint Alonso und holt aus: "Das Auto fühlte sich einfach gut an. Ich würde sagen, heute war das erste Mal, dass wir das beste Auto im Feld hatten. Mit unserem Leistungsnachteil nur zwei Zehntelsekunden zu verlieren, zeigt, dass unser Auto das beste ist. Ich bin mit der Arbeit von McLaren sehr zufrieden. Das sind gute Zeichen für das nächste Jahr."

"Wir wissen, wo wir die Zeit verlieren und wir wissen, wo wir die Zeit gewinnen. Nur zwei Zehntelsekunden hinter Mercedes zu liegen, bedeutet im Grunde, dass wir ihnen weit voraus sind", sinniert Alonso über die Stärken des McLaren-Chassis und ärgert sich umso mehr über das PS-Defizit des Honda-Antriebs.

"Der Grip in den Kurven war gut", betont Alonso, um auf das Rennen vorauszublicken: "Das verleiht mir Zuversicht. Mit unserem Geschwindigkeitsnachteil auf den Geraden wird es wohl schwierig werden, andere Autos zu überholen, aber wir werden aggressiv sein und zuschlagen, sollte vor uns etwas passieren."

Ob es für McLaren am Sonntag für WM-Punkte reicht, bleibt abzuwarten. Diesbezüglich hält Alonso in seiner gewohnten Art fest: "Ohne unsere Strafen hätten wir bei den zurückliegenden sechs bis acht Rennen 40 bis 50 Punkte holen können. Hoffentlich können wir morgen zumindest ein paar holen."

Vandoorne nutzt Qualifying als Rennvorbereitung

Alonsos Teamkollege Vandoorne merkt an, dass seine Q1-Zeit, die für Platz 13 im Klassement reichte, vor dem Hintergrund der Strafe "schon in Vorbereitung auf das Rennen mit viel Sprit im Tank" erzielt wurde. Insgesamt habe sich der Belgier - und da stimmt er Alonso zu - "im Auto sehr wohl gefühlt."

"Hoffentlich können wir morgen ein gutes Rennen zeigen. Auf welcher Position wir abschneiden werden, ist aber schwierig zu sagen", meint Vandoorne und hofft insgeheim genau wie Teamkollege Alonso auf ein baldiges Ende der Leidenszeit.

So fasst McLaren-Rennleiter Boullier die Stimmung im Team gegen Ende der gemeinsamen Zeit mit Honda süffisant zusammen: "Wir konzentrieren uns darauf, den bestmöglichen Job zu erledigen. Unter den Rahmenbedingungen des Reglements arbeiten wir ständig daran, sicherzustellen, dass wir uns für das nächste Jahr steigern können. Was auch immer nächstes Jahr passiert, wir arbeiten schon seit langer Zeit daran. Wir bereiten uns einfach jetzt schon darauf vor, dass wir nächstes Jahr die Besten sind."

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