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Grand Prix von Mexiko

Low-Grip-Spezialist Bottas fährt Bestzeit

Wie in Sotschi, so auch in Mexiko-Stadt: Valtteri Bottas erwischt einen guten Trainingsauftakt und distanziert Lewis Hamilton um fast eine halbe Sekunde.

Valtteri Bottas gilt als Spezialist für Low-Grip-Strecken, und das hat er im ersten Freien Training zum Grand Prix von Mexiko unter Beweis gestellt. Der Mercedes-Pilot erzielte bei sonnigen Bedingungen in Mexiko-Stadt eine Bestzeit von 1:17.824 Minuten und war damit um zwei Sekunden schneller als Sebastian Vettel bei seiner Freitagsbestzeit 2016 auf Ferrari.

Bottas hatte schon in Sotschi, wo ähnliche Gripverhältnisse herrschen wie in Mexiko, immer wieder seine Klasse aufblitzen lassen. Das gelang ihm auch am Freitagmorgen, als er sich von Anfang an vor Teamkollege Lewis Hamilton setzen konnte. Letztendlich lagen 0,466 Sekunden zwischen den beiden. Vielleicht ein erstes Anzeichen dafür, dass ab sofort der fast schon feststehende Weltmeister Hamilton Bottas dabei helfen soll, Vettel noch vom zweiten WM-Platz zu verdrängen?

Der Deutsche startete als Fünfter ins Mexiko-Wochenende, mit 0,762 Sekunden Rückstand. Vettel drehte 28 Runden. Das sind deutlich weniger als etwa Bottas, der mit 42 aber auffällig intensiv trainierte - und mehr fuhr als jeder andere! Es deutet sich aber jetzt schon an, dass es für Ferrari ein weiteres schwieriges Wochenende wird. Mercedes scheint zunächst in der Favoritenrolle zu sein.

Zweite Kraft war zumindest in FT1 Red Bull. Max Verstappen (+0,571) wurde Dritter, Daniel Ricciardo (+0,597) Vierter. "In den letzten drei Rennen hatten wir am Sonntagnachmittag das schnellste Auto. Und die Strecke hier ist wegen der Höhenlage weniger motorenkritisch. Die Luft ist viel dünner als zum Beispiel in Monza. Das könnte ein Vorteil für uns sein", hofft Red-Bull-Teamchef Christian Horner.

Ein kleiner Nachteil war, dass Verstappen gegen Ende der Session nicht mehr auf die Strecke gehen konnte. Das lag aber nicht an einem technischen Defekt, sondern an einem "größeren Set-up-Thema", wie Horner versichert. "Es war ein guter Anfang, besonders angesichts unserer härteren Reifen. Der Unterschied zwischen den Reifen liegt bei zwei, drei Zehnteln."

"Best of the Rest" war am Freitagmorgen Sergio Perez (7./Force India) mit einem Rückstand von 1,416 Sekunden auf die Spitze und 0,232 Sekunden auf Räikkönen. Perez setzte sich damit knapp vor Fernando Alonso (McLaren/+1,522), Felipe Massa (Williams/+1,619) und Nico Hülkenberg (Renault/+1,728). Bei Hülkenberg wurde übrigens am Ende der Session der Unterboden abmontiert, möglicherweise wegen eines technischen Defekts.

Hülkenberg drehte fünf Runden weniger als sein neuer Teamkollege Carlos Sainz und war um 0,002 Sekunden schneller als der Spanier. Damit landeten die beiden Renault-Fahrer unmittelbar vor Lance Stroll (Williams/+1,948), der ein-, zweimal lautstark am Funk motzte. Einmal so: "Was zur Hölle macht der Kerl da?"

Die Bedingungen waren für die Fahrer extrem schwierig. Bei zu Beginn 15 Grad Lufttemperatur, staubiger Strecke und der Höhenlage, durch die der Anpressdruck seine Wirkung verliert, taten sich nicht nur die vier Freitagstester schwer. Selbst Kapazunder wie Hamilton, Vettel und Räikkönen leisteten sich den einen oder anderen Dreher. Diese blieben aber ohne Folgen.

Glück, das Lokalmatador Alfonso Celis (Force India) nicht hatte: Der Mexikaner, der anstelle von Esteban Ocon fahren durfte, rutschte nach etwa einer Stunde in der Zielkurve Peraltada in die Leitplanken und brach dabei den Frontflügel ab. "Ein Anfängerfehler", urteilt 'Sky'-Experte Marc Surer. Bis dahin hatte Celis 17 Runden gedreht. Unterm Strich wurde er mit 4,518 Sekunden Rückstand 19.

Schnellster der vier Freitagsfahrer war heute Antonio Giovinazzi (Haas/+3,445) vor Charles Leclerc (Sauber/+3,622) und Sean Gelael (Toro Rosso/+3,815). Das Trio landete auf den Positionen 15 bis 17. 18. wurde Brendon Hartley (+3,923), dessen Toro Rosso einmal der Motor abstarb. Mit Hilfe des Hybridsystems konnte Hartley aber neu starten und weiterfahren. Nach einem Dreher wurde er einmal aufgemuntert: "Es ist sehr staubig. Passiert anderen auch."

Hartley löste eine VSC-Phase aus, Celis sogar rote Flaggen. Das störte Pascal Wehrlein wenig. Der Deutsche erfreute sich an einem recht konkurrenzfähigen Sauber und schaffte den 14. Platz. Allerdings hatte er mehr als drei Sekunden Rückstand auf die Spitze. Dass er diese Position halten kann, wenn am Nachmittag wieder alle Stammpiloten fahren, ist unwahrscheinlich.

Übrigens stehen schon jetzt wieder die ersten Motorenstrafen für dieses Wochenende fest. Pierre Gasly (-./Toro Rosso) plus fünf Positionen, Alonso plus 20 und Stoffel Vandoorne (20./McLaren) plus 35. Vandoorne konnte in FT1 nur drei Installation-Laps drehen. Weil auf einen alten Motor aus dem Pool zurückgebaut werden musste ...

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