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Grand Prix von Russland

Force India bleibt bei 100 Prozent Beute

Achtmal kam Force India in vier Rennen in die Top 10 und konnte damit den vierten WM-Rang absichern - Mit großem Barcelona-Update soll es noch besser werden.

Force Indias erstaunliche Punkteserie geht auch beim vierten Saisonrennen in Sotschi weiter. Erneut brachte der Rennstall seine beiden Piloten Sergio Perez und Esteban Ocon souverän in die Top 10 und hat damit eine Punkteausbeute von 100 Prozent - das schaffen sonst nur die Piloten von Mercedes und Ferrari. Heute konnte man sogar die Plätze sechs und sieben belegen und damit seinen vierten Platz in der Konstrukteurs-WM deutlich festigen.

"Ich bin wirklich zufrieden mit dem Resultat", erklärt ein glücklicher Sergio Perez, der saisonübergreifend bereits zum 14. Mal in Folge in die Top 10 fuhr. Rang sechs ist dabei wohl das maximal Mögliche hinter den drei Topteams gewesen, wobei man aber von Daniel Ricciardos (Red Bull) Ausfall und dem schleichenden Plattfuß von Felipe Massa (Williams) profitieren konnte. "Wir waren wieder einmal da, um die uns angebotene Möglichkeit zu ergreifen", unterstreicht der Mexikaner.

Das Gleiche gilt auch für Teamkollege Esteban Ocon, der zum ersten Mal in dieser Saison nicht auf dem zehnten Platz landete. "Er macht einen guten Job. Es ist für das Team wichtig, dass er mich antreibt. Wenn ich einen Fehler mache, ist er da, um es aufzufangen", lobt Perez. Ocon selbst ist über Rang sieben mehr als froh: "Endlich bin ich Platz zehn los. Das ist nicht so schlecht", lacht der Franzose über sein bestes Formel-1-Ergebnis. "Das Team hat das ganze Wochenende über eine super Arbeit geleistet. Das Wochenende lief ziemlich glatt. Ich bin wirklich glücklich über die Performance."

Nur Hülkenberg galt als Problem

Schlüssel für das gute Ergebnis des britischen Rennstalls war der Start. Auf den Rängen neun und zehn gestartet, hielt man sich aus dem Trubel heraus und konnte sich in eine gute Ausgangsposition bringen, auch wenn Ocon zunächst ein paar Plätze verlor. "Ich konnte aber in drei Kurven wieder viele Plätze gutmachen. Es war nicht einfach, aber ich musste es einfach schaffen, weil Überholen hier so schwierig ist", sagt er.

Wichtig war dabei vor allem, dass man vor den Renault von Nico Hülkenberg gelangen konnte, "denn der wäre ein ziemliches Problem für uns geworden", wie Co-Teamchef Robert Fernley erläutert. Der Renault gilt auf dem Longrun als schwach und hätte die beiden Force India wohl aufgehalten - konnte er aber nicht. Deswegen lief das Rennen ab diesem Zeitpunkt für die Inder, die einen relativ ruhigen Nachmittag verlebten.

"Das Rennen war heute wirklich nicht aufregend für mich", meint Perez. "Ich war immer auf mich gestellt und hatte freie Fahrt. Ich habe die Autos vor mir gejagt und kam von denen hinter mir weg. Es gab keine Kämpfe, und ich konnte mich einfach auf mein Rennen fokussieren und die Punkte nach Hause bringen. Am Ende kam er 26 Sekunden hinter Max Verstappen (Red Bull) und acht Sekunden vor Teamkollege Ocon ins Ziel.

Update in Barcelona soll großen Sprung bringen

Mit dem Resultat hat man den vierten Platz bei den Konstrukteuren weiter gefestigt. 31 Zähler hat man nun auf dem Konto, Williams hat als Verfolger nur Massa in den Punkten und somit bislang nur 18 Zähler vorzuweisen. Damit hat man sein bisheriges Ziel mehr als erfüllt. Mit dem unausgereiften Boliden, der Korrelationsprobleme mit dem Windkanal aufweist, wollte man zum Europaauftakt in zwei Wochen in Schlagdistanz zu Rang vier sein, nun hält man ihn komfortabel.

"Das war ein guter Startpunkt", lobt Fernley, der seine Augen aber vor allem auf das Rennen in Barcelona richtet. Denn dann soll ein großes Update-Paket folgen, das Force India auf Augenhöhe mit Williams bringen soll. "Wir sind immer noch hinter Williams, was die Performance angeht. Bislang haben wir unsere Ziele erreicht, aber irgendwann werden wir auch Pech haben, von daher ist es wichtig, dass wir die Performance holen", betont er.

Der Test in Bahrain vor gut zwei Wochen habe bereits für Sotschi geholfen, doch der große Sprung soll in Spanien folgen. Dann soll auch das Problem mit der Korrelation gelöst werden, damit Force India bessere Chancen auf sein Saisonziel hat. Das wünschen sich natürlich auch die Fahrer: "Hoffentlich können wir uns in Barcelona weit nach vorne bewegen und ein Anwärter auf viele Punkte sein", so Perez.

Der Mexikaner ist aber schon erstaunt, dass man mit dem bisherigen Auto so viele Punkte holen konnte und Vierter bei den Teams und Siebter bei den Fahrern ist. "Das ist eine fantastische Leistung vom Team", unterstreicht er, und auch Robert Fernley wüsste nicht, was man derzeit hätte besser machen können: "Aus unserer Sicht war das heute das totale Optimum."

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