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Grand Prix von Spanien

Force India wird zum Punktehamster

Mit den Plätzen vier und fünf liefern Sergio Perez und Esteban Ocon auch in Spanien ab - Force India als einziges Team immer in den Punkten - Strafe für Startnummern.

Die rosa Renner von Force India haben es auch im fünften Saisonrennen in die Punkteränge geschafft. Im Paarlauf kommen Sergio Perez und Esteban Ocon mit jeweils einer Zweistoppstrategie (Soft-Soft-Medium) auf den Plätzen vier und fünf ins Ziel. Die Inder sahnen damit starke 22 Punkte ab, nur Mercedes konnte dank dem Hamilton-Sieg mehr Zähler einfahren.

"Das war ein großartiger Tag für uns", freut sich Perez im Interview bei Sky Sports F1. "Wir konnten viele Punkte holen. Unsere Hauptrivalen konnten nicht viele holen, daher ist das wirklich ein toller Tag heute gewesen. Wir haben die Möglichkeiten wahrgenommen, die andere liegengelassen haben." Die Konstanz der pinken Truppe in dieser Saison ist beeindruckend. Als einziges Team schaffte man es bisher mit beiden Boliden bei jedem Rennen in die Punkte.

Auch Neuling Ocon hat sich ins Team eingefügt. Es sei natürlich nicht einfach, sich aus allen Rangeleien herauszuhalten, aber die Konstanz der erbrachten Leistungen sei "einfach toll", so der Franzose. "Wir nehmen immer das Maximum aus dem Rennen mit. Das ist wirklich gut. Wir konnten uns aus allen Rangeleien raushalten und das Auto ist auch sehr zuverlässig." Perez ergänzt: "Das Team macht einfach einen tollen Job. Die Konstanz ist toll."

Perez gibt zu: "Sind nicht auf einem Level mit RBR“

Natürlich profitierte das Team auch von den Ausfällen von Max Verstappen, Kimi Räikkönen und Valtteri Bottas, die die starken Platzierungen erst möglich machten. Auf der Strecke hatte man jedenfalls nicht die Pace, um mit Red Bull mitzuhalten. Auf Daniel Ricciardo fehlten Perez im Ziel rund 40 Sekunden.

"Wir sind bei der Performance nicht auf einem Level mit Red Bull", weiß auch Ocon. "Wenn wir aber konstant Punkte einfahren und sie Fehler machen, kann es passieren", dass Force India die Bullen in der Herstellerwertung gefährdet. Derzeit fehlen 19 Punkte auf Verstappen und Ricciardo. "Wir sind immer noch ein kleines Team. Wir haben begrenzte Ressourcen und es ist schwierig, so viel wie die Topteams zu entwickeln. Das Team arbeitet aber mit ganzem Herzen. Man weiß eben nie, was passiert. Wenn andere Fehler machen, müssen wir da sein und unsere Chancen ausnutzen", erklärt Perez, der in den vergangenen 15 Rennen immer in die Punkte fahren konnte.

Nicht nur der VJM10 sei stark, auch die Fahrerpaarung, bestätigt Force-India-Geschäftsführer Otmar Szafnauer. "Das passiert nicht aus purem Glück. Man braucht eine gute Entwicklung und gute Fahrer, die das Potenzial aus dem Auto herausholen." Da stimmt auch Perez zu: "Wenn du zwei starke Fahrer hast, die sich gegenseitig pushen, bekommst du mehr aus dem Auto heraus. So entwickelst du es weiter. Das ist der Schlüssel - war es auch mit Hülkenberg", erinnert er sich an die Vorjahre.

Fehler beim Boxenstopp: Radmutter steckt fest

Zwar hätte die Qualifying-Leistung laut Szafnauer besser sein können, trotzdem ist er zufrieden. Auch er muss sich eingestehen: "Wir hatten nicht die Pace für Red Bull, wir machten außerdem Fehler beim Boxenstopp. Wir hatten einen Stopp mit acht Sekunden, weil ein Problem mit der rechten vorderen und der linken hinteren Radmutter auftrat." Anscheinend ein Problem am Design, so der Teamverantwortliche. "Es ist ein altes Design. Wir hatten das Problem schon ein paar Mal in Trainingsboxenstopps, aber nicht im Rennen. Wir müssen uns das einfach ansehen."

Wäre Perez ohne Probleme vom Reifenwechsel zurück auf die Strecke gekommen, wäre es noch deutlich enger mit dem drittplatzierten Daniel Ricciardo geworden. "Daniel wäre vielleicht hinter ihm rausgekommen. Er hatte aber die Pace, um uns zu überholen, weil er auf Soft und wir auf Medium waren." Deshalb ging sich kein Podium für die Mannschaft aus.

Geldstrafe: Startnummern auf den Autos nicht regelkonform

Kurios erscheint hingegen eine andere Meldung, die Force India betrifft. Die Rennleitung sprach eine Strafe gegen das Team aus, nachdem man feststellte, dass die neuen, größeren Startnummern, nicht innerhalb des Reglements (Artikel 9.2 des Sportlichen Reglements) seien. Eine Geldstrafe von 25.000 Euro wurde ausgesprochen, allerdings auf Bewährung auf ein Jahr. Sollte sich das Team keinen weiteren Vorfall dieser Natur leisten, muss das Geld nicht bezahlt werden.

Angesprochen auf den Vorfall ist Szafnauer etwas ratlos: "So wie ich das verstehe, haben wir die Sportlichen Regularien erfüllt. Wir sind schon am Donnerstag durch die technische Abnahme gekommen, da hätte man uns das schon sagen können. Ich verstehe nicht, warum es ein Problem gibt." Das Team ist bereit, die Startnummer alsbald zu ändern.

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