Formel 1

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter

Inhalt

Grand Prix von Spanien

Frühes Aus für Räikkönen und Verstappen

Kimi Räikkönen und Max Verstappen mussten nach einer Startkollision früh ausscheiden - Keine Schuldzuweisung der Beteiligten.

Treffen sich zwei Finnen und ein Niederländer ... Was wie der Anfang eines Witzes klingt, wurde in Barcelona leider war. Schauplatz war die erste Kurve des Spanien-Grand-Prix, in der Valtteri Bottas (Mercedes), Kimi Räikkönen (Ferrari) und Max Verstappen (Red Bull) eine unfreiwillige Begegnung hatten, an deren Ende das Aus von Räikkönen und Verstappen stand.

Bottas kam zuvor super von der Startlinie weg, fand hinter Vettel aber keinen Platz und musste in der ersten Kurve zurückstecken. Von außen kam aber bereits Räikkönen angeflogen, der an seiner Außenseite noch Verstappen neben sich hatte. Doch zu dritt war Kurve 1 schwierig zu meistern, und Bottas musste auf der Innenseite fast auf das Gras ausweichen. Er berührte den Ferrari am Hinterreifen, der daraufhin nach außen in Verstappen geschickt wurde.

"Ich bin auf der Innenlinie geblieben, aber uns ging einfach der Platz aus. Ich habe noch versucht, eine Kollision zu verhindern, konnte es aber nicht. Wir haben uns dann berührt, das war schade", verteidigt sich der Mercedes-Pilot. Für Räikkönen sah die Sache so aus: "Ich wurde nach dem Start am rechten Hinterrad getroffen, dann ist mein Auto etwas gesprungen. Da kann man nicht mehr viel machen."

Als Kettenreaktion prallte Räikkönens linkes Vorderrad gegen Verstappens rechtes Vorderrad - und beide Aufhängungen brachen. "Ich habe dann noch Max erwischt. Alles ging aber von dem einen Schlag aus", zuckt Räikkönen mit den Schultern. Eine Schuldzuweisung wollte keiner der drei Beteiligten vornehmen, auch wenn es in der ersten Reaktion einige wütende Handzeichen gab.

"Es ist natürlich schade, weil wir viele Punkte sammeln hätten können im Rennen. Nachdem Valtteri in Kimi gefahren ist, war auch mein Rennen vorbei", seufzt Verstappen. Wie Räikkönen kam er nach Kurve 2 auch zunächst wieder auf die Strecke zurück, wurde glücklicherweise aber nicht vom heranrauschenden Feld getroffen. Verstappen schleppte seinen Wagen in die Box, Räikkönen stellte seinen Boliden in Sektor 2 ab.

Für die Piloten ist das natürlich ein herber Rückschlag in der Weltmeisterschaft: Räikkönen liegt mit 49 Zählern bereits deutlich hinter Spitzenreiter Sebastian Vettel (104), Verstappen (35) musste Teamkollege Daniel Ricciardo (37) vorbeilassen, und auch Bottas (63) droht nach seinem Sieg in Sotschi wieder der Nummer-2-Status gegen Rennsieger Lewis Hamilton (98). Der Finne konnte nach der Kollision zwar weiterfahren, musste seinen Wagen aber später mit einem vermeintlichen Getriebeschaden abstellen.

Nette Randnotiz: Nach dem frühen Aus wurde ein junger Ferrari-Fan heftig weinend auf der Tribüne gezeigt. Doch die Trauer währte nicht lange, weil Ferrari ihn kurzerhand in den Teambereich holte, wo er von seinem Idol Räikkönen eine Kappe geschenkt bekam und wieder lachen konnte. Mehr Gutes konnte der Finne aus seinem Rennen aber nicht ziehen: "Wenn du schon nach der ersten Runde aus dem Rennen bist, dann kannst du auch nicht viel Positives mitnehmen", winkt er ab.

Die Rennkommissare werteten den Vorfall im Übrigen als Rennunfall. Damit droht keinem Piloten eine nachträgliche Strafe.

Wehrlein holt Sauber-Punkte Wehrlein holt Sauber-Punkte Neuer Kupplungshebel bei Vettel Neuer Kupplungshebel bei Vettel

Ähnliche Themen:

Grand Prix von Spanien

+ Nachberichte

Sonntag

+ Samstag

+ Freitag

+ Vorberichte

Weitere Artikel

Achtung, Lackel von links!

Hyundai i10 1,2 Level 4 – im Test

Die kleine Klasse verliert nach Verkäufen mehr und mehr an Boden. Zu Unrecht, wie wir im Hyundai i10 finden.

Auf einen eben solchen soll Jean, Sohn des genialen Automobil-Konstrukteurs Ettore Bugatti, 1932 angeblich mit wenigen gekonnten Bleistiftstrichen die Umrisse eines der schönsten Sportwagen aller Zeiten gezeichnet haben: Typ 55.

Der neue Land Rover Defender ist offiziell da. Er ist erhältlich und bereit für so ziemlich jede Art von Abenteuer, das Sie sich vorstellen können. Aber was wäre ein Abenteuer ohne ein Zelt auf dem Dach?

Die neuen Lockerungen für Sport-Events sind im Motorsport nur bedingt anwendbar, Autoslalom und Rallycross in Melk sowie das Bergrennen Gasen wurden daher abgesagt.