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Grand Prix von Abu Dhabi

Spritspar-Formel 1 „wie Langstrecke“

Nach dem Langweiler-Finale der Formel-1-Saison 2017 ledert Ferrari-Pilot Kimi Räikkönen mächtig ab: "So macht das keinen Spaß".

Direkt im Anschluss an seinen vierten Platz beim Saisonfinale in Abu Dhabi, mit dem er auch in der abschließenden WM-Gesamtwertung noch Vierter geworden ist, hatte Ferrari-Pilot Kimi Räikkönen Kritik laut werden lassen. Dem Finnen ging es dabei um die Tatsache, dass er über weite Strecken des Rennens auf dem Yas Marina Circuit Sprit sparen musste und somit nicht attackieren konnte.

In seiner ausführlichen Medienrunde am Sonntagabend wird Räikkönen diesbezüglich noch deutlicher: "Das Auto lag die meiste Zeit des Rennens gut, aber um ehrlich zu sein hat es nicht viel mit Rennfahren zu tun, wenn man so viel Sprit sparen muss. Ich versuchte die anderen hinter mir zu halten, versuchte dabei aber immer innerhalb der Limits zu bleiben, die erlaubt sind. Somit war es ein langweiliges Rennen."

Der Ferrari-Pilot bezieht sich damit auf die im Reglement vorgeschriebene Maximalmenge von 105 Kilogramm Sprit pro Rennen. Zudem ist die Durchflussmenge so geregelt, dass dem Motor nicht mehr als 100 Kilogramm Sprit pro Stunde zugeführt werden dürfen.

"Das sind die Regeln. Bei einigen Rennen fallen sie stärker ins Gewicht, bei anderen weniger", sagt Räikkönen und betrachtet den Yas Marina Circuit in Abu Dhabi diesbezüglich als besonders kritisch: "So wie heute sollte es nicht sein, aber die Situation ist für alle gleich. Okay, einige Teams leider weniger darunter als andere. Grundsätzlich ist es aber einfach streckenabhängig."

"Das Ganze erinnert mehr an Langstreckenrennen", meint Räikkönen, der wie die anderen Formel-1-Piloten doch eigentlich volle Attacke fahren will: "Niemand ist glücklich darüber, denn als Racer wollen wir einfach Rennen fahren." Dies sei beim Grand Prix von Abu Dhabi 2017 aber nicht möglich gewesen: "In diesem Rennen ging es schon sehr früh damit los, dass man abwägen musste, ob man attackiert und man sich damit außerhalb des Limits bewegt. Es war klar, dass es dann umso schwieriger werden würde, wieder innerhalb des Limits zu kommen."

In der zweiten Rennhälfte hielt Räikkönen Max Verstappen hinter sich und brachte Platz vier schließlich mit 0,8 Sekunden Vorsprung auf den Red-Bull-Piloten über die Linie. "Ich glaube, Max ging es genauso. Ja, wir fuhren dicht hintereinander her. Wenn man das Ganze aber genau betrachtet, dann sind wir auch beide jeweils schon 200 Meter vor den Kurven vom Gas gegangen", bemerkt der "Iceman" und kommt zum Schluss: "So macht das keinen Spaß."

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