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Grand Prix von Australien

Sauber versteht Kommissare nicht

Dass Kevin Magnussen für seine Kollision mit Marcus Ericsson nicht bestraft wurde, stößt bei Sauber auf Unverständnis - Großes Lob für Debütant Antonio Giovinazzi.

Fotos: Formula1@Twitter, Photo4

Sauber-Teamchefin Monisha Kaltenborn hat kein Verständnis dafür, wieso Kevin Magnussen (Haas) für seinen Unfall mit ihrem Schützling Marcus Ericsson nicht von den Rennkommissaren bestraft wurde. Der Däne räumte den Sauber am Start zum Formel-1-Rennen in Australien in Kurve 3 ab und drehte ihn ins Kiesbett um. Zwar konnten beide im Anschluss weiterfahren, dennoch war das Rennen für Ericsson laut Kaltenborn ruiniert.

Die Stewards leiteten zwar eine Untersuchung ein, sprachen aber keine Strafe aus. Seit dieser Saison sind die Kommissare angehalten, weniger Bestrafungen auszusprechen, doch wenn ein Fahrer deutlich die Schuld trägt, dann sollten sie trotzdem eingreifen. Dass sie es nicht taten, verwundert die Teamchefin: "Ich verstehe nicht, warum die FIA da nicht reagiert hat", ärgert sie sich laut Autosport.

"Die Regeln wurden präzisiert, sodass sie eingreifen, wenn ein Fahrer wirklich die Schuld trägt. Ich weiß nicht, was noch passieren muss, denn die Situation war ziemlich eindeutig", betont sie. Magnussen nahm die Schuld nach dem Rennen selbst auf sich, weil er zu stark über den inneren Randstein fuhr und Untersteuern bekam. "Das war Pech" so der Haas-Pilot.

Für Ericsson war es damit ein enttäuschender Auftakt: "Ich hatte keinen guten Start und habe danach alles gegeben, um gleich wieder Boden gutmachen zu können. Leider bekam ich in Kurve 3 von hinten einen Schlag, der an der rechten Seite meines Autos sowie am Unterboden zu vielen Beschädigungen führte", sagt der Schwede, der sein Auto danach nur noch ins Ziel bekommen wollte.

Doch das gelang ihm nicht, weil ihn ein Hydraulik-Leck zur Aufgabe zwang - vermutlich die Folge der Kollision. Dass der Vorfall in der ersten Runde passiert ist, will Kaltenborn derweil nicht als Ausrede gelten lassen: "Das sollte keinen Unterschied machen", winkt sie ab und hofft, dass das Thema in einem Meeting später noch einmal geklärt werden wird.

Rennneuling Antonio Giovinazzi ließ nach seinem starken Debüt gestern derweil einen soliden ersten Grand Prix folgen: "Es war ein gutes Rennen und ich bin mit meiner heutigen Leistung zufrieden. Denn mein Ziel in meinem Debütrennen war es, in erster Linie Erfahrungen und Kilometer zu sammeln. Nun werde ich mit meinen Ingenieuren alles analysieren, um jene Bereiche zu finden, wo ich mich verbessern muss", so der Italiener.

Zumindest mit ihm ist Teamchefin Kaltenborn heute zufrieden: "Eine sehr beeindruckende Leistung von Antonio in seinem ersten Formel-1-Rennen", lobt sie. "Er hat gezeigt, welches Potenzial in ihm und in dem Auto steckt. Das Renntempo war durchaus zufriedenstellend."

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