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Grand Prix der U.S.A.

Räikkönen siegt, Titelentscheidung vertagt

Kimi Räikkönen siegt vor Max Verstappen. Lewis Hamilton nach schlechter Strategie Dritter, Sebastian Vettel nach Unfall mit Ricciardo nur Vierter.

Kimi Räikkönen hat am Sonntag den US-Grand-Prix in Austin gewonnen. Der Ferrari-Pilot profitierte von einer schlechten Strategie der Mercedes-Mannschaft für Lewis Hamilton (2.). Trotz eines Unfalls von dessen Titelrivalen Sebastian Vettel, der Vierter wurde, sicherte sich der Brite nicht den fünften WM-Titel seiner Karriere, baute seinen Vorsprung in der Gesamtwertung aber auf 70 Punkte aus.

Hamilton, der nach schlechtem Start von der Pole-Position von Räikkönen überholt worden war, machte einen Boxenstopp in Runde 12 unter dem Virtuellen Safety-Car (VSC). Während der zwei Sekunden vor ihm fahrende Finne auf der Strecke blieb, wechselte Hamilton mit geringem Zeitverlust auf Soft-Reifen und fiel nur auf den dritten Rang zurück.

Sein Teamkollege Valtteri Bottas (5.) machte für Hamilton auf den frischeren Pneus brav Platz. In Windeseile schloss er die Lücke zu Räikkönen, der auf gebrauchten Supersofts Mühe hatte. Es kam zu einem kurzen aber intensiven Duell in Runde 22, in dem sich der Ferrari-Pilot hart verteidigte, dann aber zu seinem Boxenstopp abbog. Mit freier Fahrt raste Hamilton zunächst auf und davon.

Doch die Pneus brachen bei unverhofft hohen Außentemperaturen in Texas ein. Mercedes zögerte , was viel Zeit kostete, holte ihn in Runde 38 aber erneut zum Stopp. Hamilton fiel auf Rang vier zurück und schloss auf die nun ihrerseits mit den Reifen kämpfenden Konkurrenten auf. Er wurde von Bottas vorbeigelassen und es kam zum Duell mit Max Verstappen (2.). Hamilton musste in die Auslaufzone und konnte nicht mehr attackieren, was Räikkönen sicheres Geleit ins Ziel verschaffte.

Verstappen hatte ebenfalls ein furioses Rennen hingelegt: Er pflügte von Startposition 18 aus durch das Feld und fand rasch Anschluss an die Topautos, um mit einem langen ersten Stint und per Overcut Bottas zu überholen.

Den Aufreger des Tages hatte es in Runde 1 gegeben: Vettel attackierte Daniel Ricciardo (Red Bull) im Duell um Platz vier am Ende der Gegengeraden und ging vorbei, doch der Australier konterte auf der Außenbahn vor Kurve 13. Er hatte die Nase vorne, als Vettel dagegenhielt und sich raustragen ließ. Es gab eine Berührung der Räder, der Ferrari drehte sich und fiel ans Feldende zurück.

Die FIA beurteilte die Szene als Rennunfall und verzichtete auf Strafen. In Runde 10 war der US-Grand-Prix für Ricciardo ohnehin vorbei, weil ihn der nächste Renault-Antriebsschaden stoppte. Vettel kämpfte sich wieder nach vorne und sicherte sich mit einem Überholmanöver gegen Bottas zwei Runden vor Schluss Rang vier.

In der Startrunde war es auch im Mittelfeld zu einer Menge Chaos gekommen: Lance Stroll (Williams) rammte nach einem wilden Ritt durch die Auslaufzone Fernando Alonso (McLaren), wobei der Seitenkasten des Spaniers völlig zerstört wurde - keine Chance weiterzufahren. Es folgten eine wilde Schimpftirade Alonsos im Funk sowie eine Durchfahrtsstrafe für den Übeltäter Stroll.

Wenige Meter später verbremste sich Romain Grosjean (Haas) und räumte dabei den wehrlosen Charles Leclerc (Sauber) ab. Der Franzose musste sein beschädigtes Auto umgehend abstellen.

Zwei Disqualifikationen Zwei Disqualifikationen Ricciardo angriffslustig Ricciardo angriffslustig

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