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Grand Prix von Aserbaidschan

Fahrer nach DRS-Ausfall freigesprochen

Kevin Magnussen, Sergio Pérez und Lance Stroll haben den Klappflügel in Baku unerlaubt verwendet, können aber nicht belangt werden.

Weil der Messpunkt für die DRS-Zone nicht mehr funktioniert hat, mussten die Rennställe während des Grand Prix selber überprüfen, ob ihr Fahrer weniger als eine Sekunde hinter seinem Vordermann liegt und ob dieser somit den Klappflügel aufmachen darf; gegen Rennmitte erging eine entsprechende Meldung an alle Teams, brachte einige Piloten jedoch in Schwierigkeiten.

Kevin Magnussen (Haas), Sergio Pérez (Force India) und Lance Stroll (Williams) gerieten alle ins Visier der Rennkommissare, weil sie das DRS aktivierten, obwohl es ihnen nicht erlaubt war; ein Verstoß gegen das sportliche Reglement. Besonders für Pérez stand viel auf dem Spiel, weil er auf Rang drei ins Ziel kam und somit das erste Podium der Saison für Force India holte.

Die Stewards mussten in allen drei Fällen Gnade vor Recht ergehen lassen und sprachen keine Strafen aus, eben weil die Teams nach Ausfall des Messpunkts auf manuelle Erkennung umstellen mussten, was auch für die Fahrer im Auto nicht leicht war: Eine DRS-Lampe zeigte an, ob der Heckflügel aufgeklappt werden durfte. "Weil es für den Fahrer das erste Mal war, dass er so eine Einstellung für das DRS vornehmen musste, kam es zu einem Missverständnis beim Prozedere, und der Fahrer hat das DRS fälschlicherweise manuell aktiviert", hieß es in den jeweiligen Begründungen der FIA für die Straflosigkeit.

"Das System wurde jedoch nur zwei Mal aktiviert, und das jeweils nur für kurze Zeit, bevor Fahrer und Team den Fehler bemerkten", so die Ausführung der Rennkommissare weiter. "Die Stewards sind zufrieden damit, dass kein Auto durch die inkorrekte Benutzung überholt wurde." Daher gab es für Magnussen, Pérez und Stroll auch keinerlei Strafe.

"Es ist ungewöhnlich, passiert aber von Zeit zu Zeit, dass der Messpunkt nicht funktioniert", erklärte FIA-Rennleiter Whiting. Normalerweise trete der Fehler am Auto auf, sodass das Team die Rennleitung darüber informiert und anfragt, ob man die Erkennung manuell überschreiben darf, "aber in diesem Fall war es ein allgemeiner Fehler, sodass kein Auto es [das Signal; Anm.] bekommen hat", so Whiting.

Das sei für die Teams jedoch eigentlich kein Problem, weil sie die Abstände am Messpunkt übermittelt bekommen. Sie müssen ihrem Fahrer dann mitteilen, dass er DRS nutzen darf, wenn er innerhalb einer Sekunde zum Vordermann ist. "Natürlich ist es im Auto etwas komplizierter, aber so ungefähr funktioniert es", sagte Whiting.

Was bei den erwischten Fahrern schief lief, wisse er aber auch nicht so genau: "Ich kenne die genaue Faktenlage nicht, ich habe nur die involvierten Autos gemeldet bekommen. Irgendetwas schien da bei den Abständen falsch zu laufen." Konsequenzen hatte dies jedoch am Ende keine.

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