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Grand Prix von Bahrain

Neue Vorderachse bringt Vettel auf Pole

Sebastian Vettel sicherte sich in Bahrain die Pole-Position dank einiger Maßnahmen - vor allem an der Vorderachse - an seinem Ferrari.

Sebastian Vettel hat es wieder geschafft und im entscheidenden Moment zugeschlagen: Obwohl er das ganze Wochenende über langsamer als Teamkollege Kimi Räikkönen war, wendete der Deutsche das Blatt im letzten Qualifying-Schuss und holte sich so die Pole-Position in Bahrain vor seinem Teamkollegen. Mit seiner Zeit von 1:27.958 Minuten war er um 0,143 Sekunden schneller als der Finne.

Dabei lag er nach dem ersten Q3-Versuch noch hinter Räikkönen. Vettel war auf dem Weg, eine gute Zeit zu fahren, als er in der letzten Kurve zu weit rauskam und die Bestzeit wegschmiss - trotzdem sortierte er sich noch auf Rang zwei ein. "Ich bin wirklich glücklich, dass ich den zweiten Versuch hatte. Der war ziemlich sauber, und ich wusste, dass ich in der letzten Kurve etwas vom Randstein wegbleiben muss", lacht Vettel im Anschluss.

"Er hat eine Zauberrunde am Ende ausgepackt. Da hat alles zusammengepasst", muss auch Ex-Pilot Timo Glock Respekt zollen. Aber des einen Freud, des anderen Leid: Weil Kimi Räikkönen seine entscheidende Runde nicht hinbekam, musste er sich am Ende mit Rang zwei begnügen. "Es war natürlich nicht ideal", hadert der "Iceman" vor allem mit Verkehr. "Was soll ich machen?"

Allerdings ist der Vorsprung der Scuderia nicht so groß gewesen, wie er sich im Training dargestellt hatte. 0,166 Sekunden fehlten Valtteri Bottas (Mercedes) auf die Spitze, gerade einmal 23 Tausendstelsekunden waren es auf Kimi Räikkönen. Auch Lewis Hamilton (Mercedes) und Daniel Riccirado (Red Bull) lagen innerhalb von 0,440 Sekunden an Ferrari dran.

Nach dem Australien-Grand-Prix hätte trotzdem kaum einer damit gerechnet, dass Mercedes im Qualifying schlagbar sein würde. Doch Ferrari hat Vettel und Räikkönen ein Auto gegeben, mit dem sie um die Pole fahren konnten. "Das Auto war bislang das ganze Wochenende über exzellent", lobt Vettel.

Warum die Wende plötzlich kommt, kann Vettel erklären: "Wir haben vornehmlich versucht am Set-up zu arbeiten", sagt er. Dadurch habe er nun eine bessere Balance und ein viel besseres Gefühl an der Vorderachse.

"Wenn das Auto so reagiert, wie du es möchtest, dann ist es eine Freude - ansonsten ist es ein Kampf", sagt er weiter. Australien sei eher ein Kampf gewesen, aber Ferrari habe an der Balance gearbeitet und sich im Wochenendverlauf gesteigert. Auch die Probleme aus dem Freien Training am Morgen seien behoben. "Ich fühle mich jetzt gut", sagt Vettel und blickt freudig in Richtung des morgigen Tages.

Denn auch bei den Longruns konnte man es am Freitag durchaus mit Mercedes aufnehmen, sodass der zweite Sieg im zweiten Saisonlauf für Ferrari durchaus möglich erscheint. "Aber morgen ist es eine andere Geschichte. Das Rennen ist lang, und es ist nicht einfach, die Reifen lang leben zu lassen", warnt der Deutsche, sieht es aber optimistisch: "Das Auto ist schnell, das hilft normalerweise."

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