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Grand Prix von Brasilien

Hamilton/Vettel starten aus Reihe eins

Das Qualifying war die wegen der kurzen Strecke zu erwartende knappe Angelegenheit; eng ging es nicht nur zwischen Hamilton und Vettel zu.

Zunächst erwischte es im Q1 neben üblichen Verdächtigen wie Lance Stroll (19.; Williams) oder Stoffel Vandoorne (20.; McLaren) diesmal auch zwei klingendere Namen: Carlos Sainz junior (16.; Renault) verpasste das Weiterkommen um fünf Tausendstel, Fernando Alonso (18.; McLaren) um 0,138 Sekunden.

Brendon Hartley (17.) schied aus, obwohl Toro Rosso den neuesten Honda-Motor, mit dem das Schwesterteam laut vollmundiger Ankündigung 2019 Weltmeister werden will, in Verwendung hatte. Spannend war der erste Abschnitt insofern, als es gegen Ende leicht zu tröpfeln begann. Leclerc drehte sich; Gasly funkte panisch, wie rutschig die Strecke sei. Letztlich war es aber nie so nass, dass keine Verbesserungen mehr möglich gewesen wären.

Leclerc sorgte dann im Q2 für Furore, als ihm sein Sauber-Team wegen des immer stärker werdenden Regens nahelegte, an die Box zurückzukommen, doch der Monegasse wollte ein frühzeitiges Aus nicht hinnehmen und verbesserte sich tatsächlich noch vom elften auf den achten Platz – sehr zum Leidwesen von Kevin Magnussen (Haas), der dadurch aus den Top 10 rutschte.

Neben dem Dänen erwischte es im zweiten Abschnitt auch die beiden Force-India-Piloten Sergio Pérez und Esteban Ocon sowie Nico Hülkenberg (Renault) und Sergey Sirotkin (Williams). Letzterer hatte Riesenglück, als er vor der letzten Kurve bei Vollgas auf Hamilton auflief, der dabei war, von der Linie zu gehen, was zu einem brandgefährlichen Missverständnis führte. Zum Glück konnte der Russe einen Auffahrunfall vermeiden.

Die Kommissäre der FIA verzichteten darauf, eine Untersuchung gegen Hamilton einzuleiten. Im Q3 hatte der Brite (1:07,281) dann die besseren Nerven und setzte sich 0,093 Sekunden vor Vettel durch, der in Kurve acht einen kleinen Verbremser verzeichnete; im ersten Sektor war er noch um 0,16 Sekunden vorne gelegen, verlor dann aber schon im zweiten Sektor Zeit und damit die mögliche Pole.

Vettel hingegen musste nach dem Qualifying bei den FIA-Stewards vorsprechen: Im Q2, ausgerechnet als es wieder leicht zu tröpfeln begann, wurde er per Zufallsgenerator zum Wiegen gerufen, doch anstatt den Motor gleich abzustellen, fuchtelte er wild mit den Armen herum und beschädigte dann zu allem Unglück auch noch die Waage beim Losfahren, für das er keine Freigabe erhalten hatte. Der Deutsche kam dennoch milde nur mit einer Geldstrafe davon.

Für Ferrari spricht im Grand Prix die Reifenstrategie: Während Mercedes und RB Racing auf 'supersoft' starten müssen, haben Vettel und Kimi Räikkönen (4.; +0,175) die härteren Softpneus aufgezogen. Trotz des einsetzenden Regens im Q2 wurde bei beiden Ferrari von 'supersoft' auf 'soft' gewechselt, während die Gegner ihren schnellsten Runden mit Supersoftreifen drehten.

Von hinten haben Mercedes und Ferrari nicht viel zu befürchten. Max Verstappen (5.) hat bereits eine halbe Sekunde Rückstand, Daniel Ricciardo fällt wegen einer Turboladerstrafe vom sechsten auf den elften Platz zurück. Eine faustdicke Überraschung gelang Marcus Ericsson, der im Sauber als Sechster sensationell Bester hinter den drei Siegerteams wurde – eine halbe Sekunde hinter Ricciardo, aber zwei Zehntelsekunden vor seinem Teamkollegen Charles Leclerc.

Das Qualifyingergebnis finden Sie in der rechten Navigation.

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Ergebnis Qualifying Ergebnis Qualifying Stallorder pro Bottas? Stallorder pro Bottas?

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