Formel 1

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter

Inhalt

Grand Prix von Frankreich

FIA könnte Mistralschikane weglassen

Die Fahrer wünschen sich die alte Mistralgerade ohne Schikane zurück; dazu könnte es laut FIA-Rennleiter Whiting schon 2019 kommen.

Der Circuit Paul Ricard war einst ein Klassiker im Kalender der Formel-1-WM, nicht zuletzt wegen der 1,6 Kilometer langen Mistralgerade und der anschließenden Mutkurve Signes, doch auf der Streckenvariante, die am vergangenen Wochenende beim Grand Prix von Frankreich gefahren wurde, sind beide durch eine Schikane auf halber Länge der Geraden entschärft.

Die Fahrer waren sich schon nach dem freien Training einig, dass die klassische Variante ohne Schikane attraktiver wäre. "Es dürfte sich die Ansicht verfestigen, dass wir die Schikane nicht gebraucht hätten", sagte FIA-Rennleiter Charlie Whiting, wunderte sich aber über die Proteste der Fahrer: "Alle Teams und Fahrer haben das lange vorher gewusst. Sie haben auf dieser Streckenvariante getestet. Insofern hat es mich schon ein bisschen überrascht, dass am Freitag das Thema plötzlich aufkam."

Die Entscheidung war zudem kein Alleingang der FIA: "Der Streckenbetreiber hat diese Variante vorgeschlagen, und wir haben keinen Grund gesehen, es nicht so zu machen. Wir wollten zwei lange DRS-Zonen haben, und das hat auf der Gegengerade sehr gut funktioniert." Argument der Schikanengegner: Wenn die Bremskurve verschwindet, sind die Höchstgeschwindigkeiten eingangs Signes höher, und die Kurve wird wieder zu einer echten Mutprobe; außerdem fiele der Windschatten mächtiger aus.

Für die Schikane spricht die erhöhte Sicherheit. Darüber hinaus hatte man sich dadurch mehr Action erhofft. "Wir haben dort ein paar schöne Überholmanöver gesehen. Ich glaube, das wäre sonst nicht der Fall gewesen", sagte Whiting. Alex Wurz entgegnete prompt: "Wer das behauptet, hat keine Ahnung vom Rennfahren." Ginge es wirklich nur um mehr Überholmanöver, gäbe es noch eine ganz andere Variante, die aktiviert werden könnte: Ohne Schikane auch Signes auszulassen, sondern die Autos stattdessen am Ende der Mistralgeraden in die dortige 90-Grad-Kurve zu schicken.

Die vielen Optionen der Streckenführung des Circuit Paul Ricard lassen all dies ohne großen Aufwand zu. Die FIA hat jedenfalls bereits Gesprächsbereitschaft signalisiert, wenn es darum geht, die Schikane für 2019 zu eliminieren. "Wenn die Argumente dafür gewichtig sind, dann ja", erklärte Whiting. "Wir können ja mal die längste Variante der Gerade simulieren und schauen, ob die Auslaufzonen dafür ausreichend wären, und ich würde mir gern die Meinung der Fahrer nach dem Rennen anhören."

Das soll schon bei der nächsten Fahrerbesprechung an diesem Freitag in Spielberg geschehen. "Letztlich ist das Ansichtssache, und ich habe kein Problem damit, diese Angelegenheit mit allen Beteiligten zu diskutieren", sagte Whiting abschließend.

Die besten Bilder Die besten Bilder Rennbericht Rennbericht

Ähnliche Themen:

Grand Prix von Frankreich

Nachberichte

+ Sonntag

+ Samstag

+ Freitag

Weitere Artikel

Facelift, Limited Edition und Sport Line (ohne Flügel)

Honda Civic Type R: zwei neue Versionen

Für das neue Modelljahr bekommt der Honda Civic Type R neben diverserer Verbesserungen vor allem zwei neue Modellvarianten: die Limited Edition und die Sport Line – ohne Flügel.

Die Techno-Classica Essen findet heuer von 25. bis 29. März statt. Es warten über 1.250 Aussteller aus der ganzen Welt ... und vieles mehr.

Kaum Sound, viel Fun

Harley-Davidson LiveWire - im Test

Die Harley-Davidson LiveWire zoomt sich mit 106 PS in verhalten surrenden drei Sekunden auf 100 km/h. Wir testen die erste Elektro-Harley.

Ein vernünftiger Spaß

Nissan Juke – schon gefahren

Der neue Nissan Juke wird ausschließlich mit einem 117 PS starken Dreizylinder Benziner angeboten, Spaß macht das Crossover-Modell aber nach wie vor.