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Grand Prix von Frankreich

Hamilton und Bottas in Startreihe eins

Das neue Mercedes-Aggregat verhilft Lewis Hamilton in Le Castellet zu seiner 75. Pole; Charles Leclerc sensationell auf Platz acht.

Weltmeister Lewis Hamilton hat sich beim Grand Prix von Frankreich in Le Castellet die 75. Pole Position seiner Karriere gesichert. Mit einer Bestzeit von 1:30,029 setzte er sich im Q3 auf dem Circuit Paul Ricard gegen seinen Teamkollegen Valtteri Bottas durch. Dieser lag bis kurz vor Schluss in Führung, musste sich aber letztlich um 0,118 Sekunden geschlagen geben. Der WM-Führende Sebastian Vettel, der Hamilton in Montréal um einen Punkt von der Spitzenposition verdrängt hatte, musste sich heute mit Platz drei zufriedengeben.

Red Bull Racing war im Qualifying mit den Positionen vier und fünf diesmal nur dritte Kraft, wittert im Duell mit Ferrari laut Teamchef Horner aber eine Chance. Max Verstappen (4.; + 0,676) und Daniel Ricciardo (5.; + 0,866) setzten auf unterschiedliche Setups: der Erste fuhr mit weniger, der Zweite mit mehr Flügel – kein Wunder, dass der Australier nun auf ein Regenrennen hofft.

Im Topspeed machte die Flügeleinstellung nur zwei km/h Unterschied, auf Mercedes verlor man auf den Geraden aber sieben Zehntel. Alles auf Renault zu schieben, wäre falsch: Ricciardo selbst räumte ein, dass ihm nicht nur Leistung fehle, sondern auch Balance – er beklagte Untersteuern. Ferrari-Routinier Kimi Räikkönen (6.; + 1,028) war im Q3 fehlerhaft unterwegs, nachdem er in Q1 und Q2 sogar schneller als Vettel gewesen war. In der entscheidenden Phase fand der Finne aber keinen Rhythmus. "Platz sechs ist enttäuschend", sagte er.

Abseits der drei Topteams schrieb ein Nachwuchsfahrer die Schlagzeilen: Charles Leclerc aus Monaco prügelte seinen Sauber irgendwie ins Q3 und wurde am Ende sogar Achter – sehr zur Freude seines seit Jahren strauchelnden Rennstalls. Die Sensation kam aus dem Nichts: "Gestern war eine Katastrophe", berichtete der als mutmaßlicher Räikkönen-Nachfolger bei Ferrari Gehandelte. "Das Auto hat sich nicht gut angefühlt, und ich bin schlecht gefahren – dann haben wir das Auto komplett umgekrempelt." Nach einer langen Nacht der Analyse mit seinen Ingenieuren ging es viel besser: "Sie haben genau verstanden, was ich vom Auto wollte."

Leclerc ist allerdings bewusst, dass er mit seinen Ultrasoftpneus gegen den einen oder anderen Verfolger außerhalb der Top 10 im Nachteil sein könnte; das selbe gilt für Carlos Sainz junior im "reifenfressenden" Renault, als Siebenter 'best of the rest'. Einfach nicht abreißen will die Pechsträhne des Haas-Teams, wobei diesmal ein Fehler von Romain Grosjean den Ausschlag gegeben hat: Der Lokalmatador, am Freitag noch der schnellste Mann hinter den drei Siegerteams, verlor in Kurve 3 die Kontrolle über sein Auto, ruinierte sich – voll auf der Bremse stehend – in der Auslaufzone seine Reifen und knickte sich dann an der Streckenbegrenzung den Frontflügel ab.

Weil er überdies den Retourgang nicht einlegen konnte, führte die rote Flagge in Q3 dazu, dass Teamkollege Kevin Magnussen seine erste schnelle Runde abbrechen musste und somit keinen frischen Reifensatz mehr hatte, was eben Leclerc überhaupt erst die Chance eröffnete, Magnussen auf P9 zu verdrängen. Grosjean startet am Sonntag von Platz zehn, sofern sich die Schäden in Grenzen halten. Esteban Ocon (Force India) verpasste den Sprung in die dritte Einheit um 0,02 Sekunden gegen Leclerc. Nach seinem schlechten Freitag mit einem Dreher und dem wegen Regens mehr oder weniger ausgefallenen dritten Training zu Samstag Mittag, in dem er sein Setup verbessern wollte, war er aber auch mit Position elf zufrieden.

Nico Hülkenberg (Renault) als Zwölfter führt indes im Stallduell gegen Sainz junior nur noch mit 6:2. Eine noch bitterere Schlappe setzte es indes für die beiden einstigen Erfolgsteams McLaren (16./18.) und Williams (19./20.). Zwar hätte Fernando Alonso beinahe Hülkenberg aus Q2 verdrängt – es fehlten ihm nur 0,027 Sekunden –, doch führte das der Renault-Pilot vor allem auf Verkehr im letzten Streckenabschnitt zurück. Mit McLaren und Williams scheiterte Brendon Hartley (17.; Toro Rosso) an Q1, doch für den spielt das wegen seiner Plus-35-Gridstrafe keine Rolle.

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