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Grand Prix von Frankreich

Mercedes im Training klar in Front

Trainingsauftakt in der Asphaltwüste des Circuit Paul Ricard: Bestzeit für Hamilton und Mercedes, RB Racing schneller als Ferrari.

Im ersten freien Training zum Grand Prix von Frankreich in Le Castellet hat Mercedes-Pilot Lewis Hamilton die Bestzeit markiert. Mit einer Zeit von 1:32,231 verwies er seinen Teamkollegen Valtteri Bottas um 0,16 sowie Daniel Ricciardo (RB Racing) um 0,296 Sekunden auf die Plätze. Die "Silberpfeile" profitierten von komplett überarbeiteten Aggregaten. Unklar ist allerdings, ob diese auch im Rennen selbst zum Einsatz kommen werden, da beim Grand Prix von Kanada in Montréal Probleme mit der Zuverlässigkeit zuletzt einen solchen noch verhindert hatten.

Ferrari erlebte einen schwierigen Auftakt, Kimi Räikkönen (+ 0,772) und Sebastian Vettel (+ 0,969) kamen über die Plätze vier und fünf nicht hinaus. Auch Max Verstappen (RB Racing; + 1,1) war als Siebenter in den Ergebnislisten nicht ganz vorne vertreten, ohne dass an seinem Auto ein Problem erkennbar gewesen wäre. Der Niederländer fuhr die wenigsten Runden im gesamten Feld, was Anlass zu Spekulationen gab.

Bester Verfolger der Topteams war zum wiederholten Male der Haas-Rennstall mit Romain Grosjean (5.; + 1,087), der vor seinem Heimrennen das Geschehen im Mittelfeld überraschend deutlich bestimmte. Auf der durch ihre vielen Varianten unübersichtlichen Teststrecke leisteten sich zahlreiche Piloten Ausrutscher, wenngleich Schäden dank der üppigen Auslaufzonen zunächst ausblieben.

Der kreiselnde Force India von Esteban Ocon kam einmal nur knapp vor den Reifenstapeln zum Stehen. Hamilton vermied eine Kollision mit einem langsam fahrenden Stoffel Vandoorne (McLaren) mit Mühe. Auch zwischen Kevin Magnussen (Haas) und Sergio Pérez (Force India) hätte es bei einem ambitionierten Vorbeifahren des Mexikaners beinahe gekracht. Kurz vor Ablauf der 90 Minuten beging dann Marcus Ericsson (Sauber) einen Fahrfehler und schlug in die Reifenstapel ein.

Sein Auto fing dann im Bereich des Motors Feuer, und es dauerte lange, bis Streckenmarshals mit ihren Feuerlöschern zur Stelle waren. Von seinem Renningenieur per Boxenfunk dazu aufgefordert, konnte der Schwede das Cockpit zwar unbeschadet verlassen, das Chassis war aber zu stark beschädigt, um am Nachmittagstraining teilnehmen zu können. Die Einheit wurde abgebrochen und nicht mehr neu gestartet.

Auch im zweiten freien Training setzte Hamilton die Bestzeit. Am Nachmittag wies er mit einer Zeit von 1:32,539 Daniel Ricciardo (RB Racing; + 0,704 Sekunden) klar in die Schranken, war damit jedoch mehr als drei Zehntelsekunden langsamer als in der ersten Einheit zu Mittag.

Mit ihren frischen Aggregaten im Heck bleiben die "Silberpfeile" auf dem Circuit Paul Ricard somit Favorit auf die Pole Position, auch wenn es am Auto von Valtteri Bottas (7.; + 1,617) Probleme gab: Der Finne musste nach einer halben Stunde in der Garage parken, weil laut Team vorbeugende Überprüfungen am Unterboden vorgenommen werden mussten. Man befürchtete Kühlungsprobleme und entdeckte ein Wasserleck, das sich nicht rasch genug reparieren ließ, um ihn wieder auf die Strecke zu schicken.

Red Bull Racing war mit wenig Sprit nicht in der Lage, das Tempo Hamiltons mitzugehen, allerdings war man bei den Rennsimulationen näher an ihm dran. Mehr Sand steckte (figurativ) im Getriebe von Ferrari: Kimi Räikkönen (4.; + 0,887) und Sebastian Vettel (5.; + 1,15) lagen noch hinter dem zweiten RB14 von Max Verstappen (3.; + 0,732). Erneut stark präsentierte sich Lokalmatador Romain Grosjean (6.; + 1,16). Haas hatte das Mittelfeld sicher im Griff, denn auch sein Teamkollege Kevin Magnussen (8.; + 1,918) war nicht allzu weit weg.

Für eine Schrecksekunde bei Force India sorgte Sergio Pérez: Am Auto des Mexikaners löste sich beim Überfahren eines Randsteins das linke Hinterrad, ohne dass beim vorangegangenen Boxenstopp eine fehlerhafte Montage erkennbar gewesen wäre. Er drehte sich und kam ohne einzuschlagen in einer Auslaufzone zum Stehen; weil aber das Rad über die Strecke kullerte, musste die Sitzung unterbrochen werden. Kurz vor dem Ende drehte sich auch noch der frischgebackene Le-Mans-Sieger Fernando Alonso, just als er im Boxenfunk vollmundig angekündigt hatte, mit seinem McLaren-Renault auf eine letzte schnelle Runde gehen zu wollen.

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