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Alonso: „Wie übel die Formel 1 ist“

Der Doppel-Weltmeister hat nach der Strafe durch den Zwischenfall mit Lance Stroll die Nase gründlich voll.

Tatort Zielschikane: Nach der Kollision Verstappen gegen Räikkönen kam es dort in der ersten Runde auch im Mittelfeld zu einem Aufreger. Von den Kameras zunächst unbemerkt berührten sich Lance Stroll und Fernando Alonso im Kampf um Platz 15, beide Piloten kassierten für den Zwischenfall eine Fünf-Sekunden-Strafe. Während Stroll für das Abdrängen Alonsos belangt wurde, musste der Spanier die Strafe für das abschließende Abkürzen über das Kiesbett hinnehmen.

Alonso hatte auf der Außenbahn versucht, den kurz zuvor verlorenen Platz gegen den Williams-Fahrer wieder zu erkämpfen. Dabei drängte Stroll Alonso ab, der im Anschluss einfach geradeaus über den Kies fuhr. Obwohl er die in der Auslaufzone gewonnene Position nicht zurückgab, versteht der Spanier die Welt nicht mehr und fährt große Geschütze gegen die Rennleitung auf.

"Wenn selbst der andere Fahrer kommt, um sich bei einem zu entschuldigen, dann ist es einfach schwer, die Entscheidung zu verstehen", kritisiert er die Strafe gegen sich. "Aber daran sieht man, wie übel die Formel 1 ist", giftet der Doppelweltmeister in Richtung Rennleitung. "In Bezug auf die Entscheidungen, die Beliebigkeit", präzisiert Alonso seine heftige Kritik auf Nachfrage dann. Nur um nochmals nachzulegen: "Es ist einfach traurig."

Dabei ist der Spanier seinem Kontrahenten Stroll nicht einmal böse. Der junge Williams-Pilot bat nach dem Rennen bei Alonso um Entschuldigung, welche dieser auch annahm. Der Kanadier hatte nach eigener Aussage Alonso übersehen und versehentlich abgedrängt. "Hätte er mich gesehen und dann auf das Gras gedrückt, dann wäre es etwas anderes gewesen. Aber das war einfach eine unglückliche Rennsituation", zeigt sich Alonso mit dem Kanadier milde. Auf seine eigene, harte Verteidigung gegen Stroll in der Anfahrt auf die 130R geht er dabei aber nicht ein.

Doch der Spanier bekommt nicht nur Zuspruch: Rennleiter Charly Whiting verteidigt die Rennkommissare und deren Entscheidungen. "Für die Kommissare war sonnenklar, was Fernando getan hat. Er hat die Schikane abgekürzt, ist über den Kies gefahren und war danach weit vorne", analysiert der Brite nüchtern. Seine Schlussfolgerung ist deshalb ebenso klar: "Es war eindeutig, dass er durch das Verlassen der Strecke einen Vorteil hatte."

Der Fünf-Sekunden-Strafe hätte der erzürnte Spanier dabei leicht entgehen können, wie Whiting weiter ausführt. "Hätte Fernando die Position auf der Strecke zurückgegeben, hätte er, glaube ich, keine Strafe bekommen", gibt der Rennleiter dem McLaren-Star einen gut gemeinten Rat auf den Weg. Und schiebt nach: "Beim zweiten Mal, als ihm das passiert ist, gab er den Platz auch zurück. Das war mit Hartley."

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Bericht 1./2. fr. Training Bericht 1./2. fr. Training Verstappen keiner Schuld bewusst Verstappen keiner Schuld bewusst

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