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Grand Prix von Monaco

Keine Strafe gegen Charles Leclerc

Ein Bremsdefekt verhagelte Charles Leclerc das Heimspiel, doch weder sein Unfallgegner noch die Stewards nahmen ihm den Crash übel.

Der sonst nicht gerade mit Action gesegnete Grand Prix von Monaco 2018 hat kurz vor dem Ende doch noch seinen Knalleffekt bekommen: Ausgerechnet der Sauber von Lokalmatador Charles Leclerc fuhr am Ausgang des Tunnels auf den Toro Rosso von Brendon Hartley auf und sorgte so für einen heftigen Unfall. Der Monegasse musste sein Auto an Ort und Stelle abstellen, Hartley schleppte sein Fahrzeug mit kaputtem Heckflügel und rechtem Hinterrad noch zurück an die Box, wo er ebenfalls aufgeben musste.

Was zunächst so aussah, als hätte sich der Rookie verschätzt, entpuppte sich schnell als Bremsdefekt. "Ich habe genau wie immer gebremst, aber es hat nicht verzögert", erklärte Leclerc. Zwar sei sein Pedal schon vorher immer etwas "lang" gewesen, doch plötzlich ging die linke vordere Bremse in Rauch auf, und der Sauber-Fahrer konnte den Unfall nicht mehr verhindern.

Leclerc wollte noch rechts am Toro Rosso vorbeifahren und touchierte die Leitplanke, doch er hatte keine Chance. "Er hat noch versucht, Hartley auf der rechten Seite auszuweichen, doch es gab nicht genügend Platz", sagte Teamchef Frédéric Vasseur. Das sahen auch die Rennkommissare so und drückten dem Youngster keine Strafe auf, weil keine Schuld am Unfall bestand.

Für Unfallgegner Brendon Hartley war es ein enttäuschendes Ende: Der Neuseeländer kämpft derzeit um seine Zukunft in der Serie und hätte ein starkes Ergebnis gut gebrauchen können. Ein Punkt wäre möglich gewesen, weil Carlos Sainz junior vor ihm im Renault RS18 deutliche Probleme hatte. Hartley kämpfte dabei seit der ersten Runde mit einem beschädigten Frontflügel; ausgerechnet Leclerc war ihm am Start in die Quere gekommen ...

"Ich wollte in Kurve 5 außen vorbeifahren. Ich weiß nicht, ob er nicht wusste, dass ich da bin, aber er hat die Tür dann ziemlich schnell zugemacht und meinen Frontflügel erwischt", beschrieb er den Startunfall. "Wir haben dadurch eine Menge Abtrieb verloren." Doch Hartley fuhr weiter und war am Ende glücklich mit seiner Leistung. Wegen der zweiten Kollision mit dem Monegassen ist er aber nicht sauer: "Bei Charles haben die Bremsen versagt. Er ist nach dem Unfall zu mir gekommen."

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