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Grand Prix von Russland

Hamilton vorn, Ferrari nur dritte Kraft

Sebastian Vettel war nur im ersten Training Schnellster in Russland; am Freitag Nachmittag markierte Lewis Hamilton die Bestzeit.

Sebastian Vettel (Ferrari) hat im ersten freien Training zum Grand Prix von Russland die Bestzeit markiert. Der Deutsche distanzierte mit seinem schnellsten Umlauf in 1:34,488 Max Verstappen im RB14 um 0,05 Sekunden. Beide nutzten mit den Hypersoftreifen bereits die weichste verfügbare Mischung.

Mercedes hatte noch Rückstand auf die Spitze, packte jedoch nur die drei Stufen härtere Softmischung aus. Lewis Hamilton (+ 0,33 Sekunden) landete auf dem dritten Rang, Valtteri Bottas (+ 0,511) auf Platz vier. Daniel Ricciardo (5.; + 1,036) musste seinen RB14 wegen Rauchentwicklung vorzeitig abstellen; das Getriebe würde überprüft, hieß es aus dem Team.

Kimi Räikkönen (Ferrari; + 1,208) kam nicht über den siebenten Platz hinaus, obwohl er in seiner schnellesten Runde ebenfalls auf Hypersofts unterwegs war. Damit landete der Finne noch hinter Esteban Ocon (6.; + 1,175). Force India dürfte im Mittelfeld am besten aufgestellt sein, jedoch wussten auch Haas und Renault streckenweise zu überzeugen.

Nach diesem für Vettel positiven Auftakt hat aber Hamilton dem Freitag seinen Stempel aufgedrückt: Der Mercedes-Fahrer erzielte im zweiten freien Training eine Bestzeit von 1:33,385 Minuten und lieferte anschließend auch konkurrenzfähigere Rennsimulationen ab als sein WM-Rivale.

Während beide Mercedes regelmäßig unterhalb der 1:40er-Marke (und teilweise sogar im 1:38er-Bereich) blieben, schaffte Vettel nur wenige Runden binnen einhundert Sekunden. Die besten Zeiten für Ferrari bei den abschließenden 'long runs' erzielte vielmehr Kimi Räikkönen auf Softreifen, an diesem Wochenende paradoxerweise die härteste Mischung, von der Vettel allerdings nur einen Satz nominiert hat.

Auf Hamiltons schnellste Runde fehlten Vettel 0,543 Sekunden, womit er nur Platz fünf belegte; Räikkönen war um eine weitere halbe Sekunde langsamer. Ferrari könnte in Sotschi also sogar nur dritte Kraft hinter RB Racing sein, was für die Titelambitionen Vettels verheerend sein könnte. Allerdings werden sowohl bei Max Verstappen (3.; + 0,442) als auch Daniel Ricciardo (4.; + 0,459) die Aggregate gewechselt, sie müssen von weit hinten ins Rennen gehen.

Hinter den drei siegfähigen Teams klassierte sich Sergio Pérez (Force India) als erster Verfolger. Rückstand auf Kimi Räikkönen: 0,734 Sekunden. Teamkollege Ocon wurde Neunter. Nico Hülkenberg (+ 2,183) belegte trotz eines neuen Renault-Unterbodens nur den 14. Platz hinter Carlos Sainz junior (12.; + 1,956), obwohl der den Vormittag auslassen musste.

Pierre Gasly (Toro Rosso; + 1,752) wurde Achter, Marcus Ericsson (Sauber; + 1,910) Zehnter. Haas konnte seine starken Ansätze vom Vormittag nicht in ein Top-10-Ergebnis ummünzen. Die einstigen Erfolgsteams McLaren und Williams landeten einmal mehr auf den letzten vier Positionen – mit 2,6 (Fernando Alonso) bis 3,6 Sekunden (Lance Stroll) Rückstand.

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