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Grand Prix von Singapur

Kimi Räikkönen Schnellster am Freitag

Hatten am Nachmittag noch die beiden RB14 das Geschehen dominiert, war bei Nacht Räikkönen vorne – Unfälle von Leclerc und Vettel.

Red Bull Racing hat sich in Singapur im ersten freien Training wie erwartet stark gezeigt. Daniel Ricciardo sicherte sich auf dem Marina Bay Street Circuit die erste Bestzeit des Wochenendes. Mit 1:39,711 knackte der Australier die 100-Sekunden-Marke. Damit war er 0,201 Sekunden schneller als Teamkollege Max Verstappen.

Sebastian Vettel im Ferrari kam auf Rang drei (+ 0,286) vor seinem Teamkollegen Kimi Räikkönen (+ 0,775), dessen Abschied von der Scuderia soeben bekanntgegeben wurde. Mercedes hingegen muss noch zulegen, denn WM-Spitzenreiter Lewis Hamilton landete mit 1,521 Sekunden Rückstand nur auf Rang sechs, sein Teamkollege Valtteri Bottas wurde gar nur Achter (+ 1,718).

Überraschend stark waren die beiden Renaults unterwegs: Nico Hülkenberg sortierte sich auf Rang fünf (+ 1,394) ein, Carlos Sainz junior auf Rang sieben (+ 1,618). Die Top 10 rundeten der künftige Ferrari-Pilot Charles Leclerc (Sauber) sowie Romain Grosjean (Haas) ab.

Leclerc war auch der erste Fahrer, der sich in der Streckenbegrenzung wiederfand. Der Monegasse verschätzte sich kurz vor Ende der Sitzung im Bereich der Brücke und fuhr innen gegen die Mauer; dabei beschädigte er die Aufhängung seines Boliden erheblich.

Zudem kam es vor allem in der Anfangsphase der Einheit immer wieder zu vereinzelten Drehern. Lance Stroll (Williams) und Bottas drehten sich in der ersten Kurve, Sergio Pérez (Force India) in der letzten Schikane. Auch Kimi Räikkönen wurde im Verlauf des Trainings in der Auslaufzone vor der Tribünenunterführung gesichtet.

Diese Sitzung bei Tageslicht hatte jedoch nur eine bedingte Aussagekraft für das Wochenende, denn realistischere Bedingungen, sprich Dunkelheit und künstliches Flutlicht, gab es erst im zweiten Training in Singapur. In diesem markierte Ferrari-Pilot Kimi Räikkönen die Bestzeit (1:38,699). Der Finne verwies seinen Mercedes-Konkurrenten Lewis Hamilton (+ 0,011 Sekunden) knapp auf den zweiten Platz.

Der mitfavorisierte Rennstall RB Racing positionierte sich mit Max Verstappen (3.; + 0,522) und Daniel Ricciardo (4.; + 0,61) dieses Mal nur in der Verfolgerrolle, jedoch noch vor Valtteri Bottas (5.; + 0,669) im zweiten Mercedes. Für Sebastian Vettel (9.; + 1,934) und seinen Ferrari war der Arbeitstag vorzeitig beendet.

Der Deutsche verschätzte sich rund 50 Minuten vor Schluss in der vorletzten Kurve und krachte in die äußere Betonmauer. Obwohl es staubte und Funken flogen, erschien der seitliche Aufprall nicht allzu heftig; auch blieb das Auto äußerlich unversehrt. Trotzdem bog er zur Überprüfung sofort in die Boxengasse ab, wo der SF71H in die Garage geschoben wurde, nachdem ihn die Mechaniker auf etwaige Unfallfolgen inspiziert hatten.

Bereits zuvor war es zu einer brenzlichen Szene zwischen Vettel und Hamilton gekommen: Vor Kurve 14 musste der auf den Ferrari auflaufende Brite eine Vollbremsung einlegen, als Vettel vor ihm überraschend früh verzögerte. Hamilton vermied einen Unfall um Haaresbreite und fuhr in den Notausgang, fing sich aber einen Bremsplatten ein und brach die Runden mit diesen Reifen ab.

Die Top 10 komplettierten Carlos Sainz junior (Renault; 6.), Romain Grosjean (Haas; 7.), Fernando Alonso (McLaren; 8.) und Nico Hülkenberg (Renault; 10.).

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