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Grand Prix von Spanien

Hamilton Schnellster, Unfall von Hartley

Ein schwerer Crash von Brendon Hartley hat das dritte Freie Training zum Grand Prix von Spanien in Barcelona vorzeitig beendet.

Der Toro-Rosso-Pilot flog kurz vor Schluss in Kurve 9 mit hoher Geschwindigkeit ab, scheint aber nicht verletzt zu sein: "Mir geht's gut", gab er am Boxenfunk Entwarnung. Es waren bange Momente am Circuit de Barcelona-Catalunya, nachdem das Replay des Unfalls gezeigt wurde. "Ist er okay?", erkundigte sich Sebastian Vettel (Ferrari) besorgt.

Hartley wurde zwar von einem FIA-Arzt ins Medical Center gebracht, doch dabei handelt es sich nur um eine Routineuntersuchung. Ob seine Mechaniker das Auto rechtzeitig für das Qualifying reparieren können, ist ein ganz anderes Thema.

Die Bestzeit sicherte sich Lewis Hamilton (Mercedes) mit einem neuen offiziellen Streckenrekord von 1:17.281 Minuten. Damit war er nur noch marginal langsamer als die (inoffizielle) Vettel-Bestzeit bei den Wintertests. Hamilton war zwar einmal in Kurve 1 neben der Strecke, hinterließ ansonsten aber einen souveränen Eindruck.

Zumal Mercedes insgesamt gut aufgestellt wirkt. Valtteri Bottas belegte mit nur 0,013 Sekunden Rückstand den zweiten Platz, vor den beiden Ferraris von Vettel (+0,269) und Kimi Räikkönen (+0,300). Letzterer musste gestern Abend übrigens den Antriebsstrang wechseln und fährt nun mit dem zweiten Motor aus seinem 2018er-Pool.

Gar nicht nach Wunsch lief es nach den starken Longrun-Simulationen am Freitag für Red Bull. Daniel Ricciardo (+0,700) belegte immerhin noch P5 - in Ordnung, wenn man bedenkt, dass ihm seine Supersoft-Bestzeit erst gelang, als die Reifen nicht mehr ganz frisch waren.

Aber Max Verstappen kam am Samstagmorgen nicht über fünf Medium-Runden hinaus. Damit fehlt ihm die komplette Vorbereitung auf die schnelle Quali-Einzelrunde. Ursache: "Wir vermuten ein elektrisches Problem auf Antriebsseite", hat Teamchef Christian Horner einmal mehr Renault im Verdacht.

Die FIA-Untersuchung wegen ohne Strafe: Die FIA spricht nur eine Verwarnung aus. Verstappen war in Kurve 1 von der Strecke abgekommen und hatte die dortigen Poller nicht ordnungsgemäß passiert. Das wird aber im Freien Training nicht hart sanktioniert.

Ganz stark: Die Haas-Fahrer Kevin Magnussen (+1,076) und Romain Grosjean (+1,425) sicherten sich die Positionen sechs und sieben - und das, obwohl Grosjean über Bremsprobleme klagte und einigermaßen verzweifelt klang, als er durchs Kiesbett räuberte. Da war er aber bei weitem nicht der einzige: Vielen Fahrern passierten Ausritte und Dreher.

So zum Beispiel auch Ricciardo und Lance Stroll, dessen Williams-Team weiterhin an letzter Stelle einzementiert bleibt. Ganz anders Fernando Alonso: Mit neuer McLaren-Front und vor allem einen neu eingebauten Renault-Turbo sicherte er sich den neunten Platz (+1,566), 64 Tausendstelsekunden hinter Landsmann Carlos Sainz (8./Renault).

Sainz war mit dem Handling heute viel zufriedener als am Freitag: "Wir haben mehr Grip", freute er sich - und stellte auch eine verbesserte Balance fest. Beide Renault-Piloten setzten heute Morgen den neuen Frontflügel ein, der am Freitag getestet worden war. Nico Hülkenberg (+1,624) fuhr damit auf Rang elf.

Das Qualifying wird der erwartet harte Kampf. Zwischen P10 und P18 (also vor Schlusslicht Williams) liegt das komplette Mittelfeld innerhalb von einer halben Sekunde. Und auch an der Spitze könnte es eng werden, wenn Ferrari im entscheidenden Moment - wie so oft in dieser Saison - zulegen kann.

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