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Grand Prix von Ungarn

Lewis Hamilton schlägt im Regen zu

Im verrückten Regen-Qualifying holte sich Lewis Hamilton die Pole-Position, Sebastian Vettel blieb nur Rang vier. Enttäuschung bei RB Racing.

Lewis Hamilton hat ein spektakuläres Regen-Qualifying in Budapest für sich entschieden und die Pole-Position auf dem Hungaroring geholt. Niemand hatte vor der Session mit Mercedes gerechnet, doch der Regen spielte den Silberpfeilen in die Karten und sorgte dafür, dass Hamilton eine unerwartete Pole holen konnte. Zweiter wurde Teamkollege Valtteri Bottas.

Für Ferrari blieb nur die zweite Startreihe: Sebastian Vettel musste sich seinem Teamkollegen Kimi Räikkönen geschlagen geben und wurde nur Vierter. Überraschung in Reihe drei: Carlos Sainz (Renault) wurde Fünfter vor Pierre Gasly (Toro Rosso). Max Verstappen (RB Racing) konnte nur einen enttäuschenden siebten Rang holen, vor Brendon Hartley (Toro Rosso) und den beiden Haas von Kevin Magnussen und Romain Grosjean.

Wer in Q2 eine frühe Zeit gesetzt hatte, der hatte die besten Karten. Starker Regen setzte nach wenigen Minuten ein, und Sebastian Vettel war der einzige, der gleich auf Intermediates gestartet war und eine gute Zeit setzen konnte. Alle anderen mussten sofort wechseln und bei stärkerem Regen versuchen, eine Zeit in den Top 10 zu fahren.

Das wurde vor allem Daniel Ricciardo (RB Racing) zum Verhängnis, der als Zwölfter hängenblieb - genau wie Fernando Alonso (11./McLaren), Nico Hülkenberg (13./Renault), Marcus Ericsson (14./Sauber) und Lance Stroll (15./Williams), der als einziger Pilot richtig abflog und mit seinem Fahrzeug in der Leitplanke landete, wo er sich den Frontflügel abfuhr. Die Gelbe Flagge war der Grund, wieso Ricciardo auf seiner ersten schnellen Runde keine ausreichende Zeit fahren konnte.

Auch in Q1 blickte alles in Richtung Himmel. Die Wolken hatten vor der Session etwas Regen heruntergelassen, weswegen die Piloten eine nasse Strecke erwartete. Alle 20 Fahrer gingen auf Intermediates auf die Piste, wechselten nach einer Runde aber schnell auf Slicks. Immer wieder kündigte grollender Donner einen Schauer an, sodass alle Fahrer schnellstmöglich ihre Runden drehen wollten.

Vor allem die Topteams gingen hohes Risiko, weil sie zuletzt auf Trockenreifen wechselten - wäre ein Schauer gekommen, hätten sie in die Röhre geschaut. Doch der große Regen blieb aus, sodass die Strecke immer schneller wurde und die Zeiten purzelten. Vor allem Daniel Ricciardo ging ein hohes Risiko ein, weil er als einziger auf die härteren Soft-Reifen setzte.

Am Ende waren es trotzdem die Topteams, die sich an der Spitze durchsetzten. Hängen blieben hingegen Stoffel Vandoorne (16./McLaren), Charles Leclerc (17./Sauber), Esteban Ocon (18.), Sergio Perez (19./beide Force India) und Sergei Sirotkin (20./Williams).

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